E-Auto-Prämie auch für Plug-in-Hybride

10 Aug

Der Neukauf eines Elektrofahrzeugs wird seit Anfang Juli mit einer Umweltprämie von 4.000 Euro belohnt, ein Plugin-Hybride wird mit 3.000 Euro gefördert. Die Kaufpreis-Höchstgrenze für ein Basisfahrzeug darf bei 60.000 Euro liegen. Der Bund und die Autohersteller teilen sich die Prämie je zur Hälfte.

Die Prämie wird nach dem Windhundverfahren ausbezahlt, wie es schon 2009 bei der Abwrackprämie galt. Heißt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ist die Summe aufgebraucht, gibt es keine Prämie mehr. Auf Elektroautos bezogen wäre dann bereits nach 240.000 Fahrzeugen Schluss, bezieht man Plug-in-Hybride mit ein, könnten davon beispielsweise der Kauf von 150.000 Fahrzeugen bezuschusst werden sowie 150.000 rein elektrisch betriebene Autos.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen bis 2020 eine Millionen Elektroautos über deutsche Straßen rollen. Aktuell sind es noch weniger als 50.000. Ebenfalls zum E-Auto-Paket des Autogipfels gehört, dass 100 Millionen Euro für die öffentliche Beschaffung von E-Autos für den Bund bereitgestellt. Ziel soll mindestens ein Elektroautoanteil von 20 % sein.

Zudem sieht der Autogipfel die Förderung des Baus von Lade-Stationen mit weiteren 300 Millionen Euro bis 2020 vor, davon 200 Millionen für Schnellladestationen. Dass eine gute Infrastruktur für E-Autos die erfolgversprechendere Förderung sein könnte, lässt sich an Tesla ablesen. Der US-Hersteller bietet seinen Kunden selbst in Europa kostenloses Aufladen ihrer Teslas an einem eigenen Netz von Ladestationen an. Und das erschwingliche Model 3 löste bei seiner Vorstellung einen nie gekannten Hype aus: Rund 400.000 Vorbestellungen liegen bereits vor, obwohl noch niemand das Auto fahren konnte. 

Plug-in-Hybride könnten die großen Gewinner sein

Angesichts dessen, dass auch Plug-in-Hybride förderungsberechtigt sind, könnte die E-Auto-Prämie vor allem für diese eigentlich als Brückentechnologie eingeschätzte Antriebstechnik größere Stückzahlen bringen. Die großen deutschen Hersteller haben bereits bezahlbare Modelle in der Mittelklasse am Start und im Alltag fordern sie dank ihres Verbrennungsmotors keine Zugeständnisse bei der Reichweite und bei etlichen Herstellern hat eine Gleich-Preis-Politik im Vergleich zu ähnlich starken Benzinern Einzug gehalten.

 

Hier die wichtigsten Fakten zur E-Auto-Förderung

  • Kaufprämie für Elektroautos: 4.000 Euro (ab 2018: 3.000 Euro)
  • Kaufprämie für Hybrid-Modelle sowie Brennstoffzellen-Fahrzeuge: 3.000 Euro (ab 2018: 2.000 Euro)
  • Keine Prämie erhalten Hybrid-Fahrzeuge ohne externe Lademöglichkeiten
  • Maximaler Fahrzeugpreis für die Prämie: 60.000 Euro
  • Höhe des Prämientopfes: 1,2 Mrd. Euro (50% trägt der Bund, 50% die Autoindustrie)
  • Maximale Laufzeit der Förderung: Bis 2019 bzw. bis der Fördertopf leer ist
  • Die Abwicklung der Prämie erfolgt direkt beim Kauf über den Hersteller
  • Hier alle Autos, die die Förderung bekommen können

 

Allgemeine Informationen zum Umweltbonus


Bitte warten...