Leasing-Lexikon

  • Abbuchung

    Es ist üblich, die mit dem Leasingnehmer vereinbarten Leasingraten je nach Vertrag monatlich im Voraus vom Bankkonto des Leasingnehmers abzubuchen.

  • Abgabenordnung

    Die Abgabenordnung (AO) enthält die wesentlichen Richtlinien für den Steuer-/Fiskalbereich; gemäß § 39 Abs. 1 der AO erfolgt die steuerliche Zurechnung eines Wirtschaftsgutes, verbunden mit der Bilanzierung in der Steuerbilanz, grundsätzlich bei dem juristischen Eigentümer. Davon abweichend gilt jedoch die Vorschrift des Abs. 2, wonach unter gewissen Voraussetzungen das Wirtschaftsgut auch einem anderen als dem juristischen Eigentümer steuerlich zuzurechnen ist. Wenn dieser andere die tatsächliche Herrschaft über ein Wirtschaftsgut in der Weise ausübt, dass er den juristischen Eigentümer im Regelfall für die gewöhnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Investitionsgut wirtschaftlich ausschließen kann, kommt die steuerrechtliche Fiktion des wirtschaftlichen Eigentümers zum Tragen. 

  • Abhandenkommen

    Bei Abhandenkommen und Untergang des Kraftfahrzeuges trägt der Leasingnehmer das Risiko. Daher ist er grundsätzlich vertraglich verpflichtet, die Kraftfahrzeuge entsprechend zu versichern. Hierzu erhält die Leasinggesellschaft einen Sicherungsschein von der Versicherungsgesellschaft.

  • Abnahmebestätigung (auch Übernahmebestätigung)

    Mit der leasingtypischen schriftlich erteilten Übernahmebestätigung zeigt der Leasingnehmer dem Leasinggeber die vollständige Lieferung des bestellten Leasinggegenstandes, die Installation am vereinbarten Standort sowie den ordnungsgemäßen, mängelfreien Zustand und die Betriebsfähigkeit des Leasingobjektes an. Sie informiert den Leasinggeber zugleich über den an die tatsächliche Übernahme geknüpften Beginn der Vertragslaufzeit des Leasingvertrages. Gleichzeitig ist sie im Regelfall Auslöser für die von diesem Zeitpunkt an zu leistenden Leasingzahlungen. Eine ordnungsgemäße Übernahmebestätigung löst außerdem die Bezahlung der Lieferantenrechnung durch den Leasinggeber aus. Sie ist somit ein besonders wichtiger Bestandteil der Vertragsdokumentation, weshalb auf klare und eindeutige Angaben bezüglich des Leasinggegenstandes sowie auf rechtsverbindliche Unterschriften und Daten zu achten ist.

  • Abrechnungsart

    Die gängigste Vertragsvariante ist der "Kilometer-Vertrag". Hier vereinbart die Leasinggesellschaft mit dem Leasingnehmer eine Gesamtkilometerleistung sowie die Leasingsdauer. Am Ende wird der Leasingnehmer das Fahrzeug zurückgeben. Für Mehr- bzw. Minderkilometer erfolgt eine vertraglich vereinbarte Nachbelastung.

     

  • Abschlusszahlung (Ausgleichszahlung)

    Für den Fall der Kündigung eines kündbaren Leasingvertrages werden Ausgleichszahlungen des Leasingnehmers fällig, die bereits bei Vertragsbeginn im Leasingvertrag, gestaffelt nach Kündigungsterminen, festgelegt sind. Sie garantieren dem Leasinggeber zu jedem Zeitpunkt den noch nicht amortisierten Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Leasinggegenstandes sowie seiner sonstigen Kosten (Verwaltungskosten) und der Gewinnspanne.

  • Abschreibungszeit

    Gegenstände des Anlagevermögens unterliegen der verbrauchsbedingten (technischen), wirtschaftlichen und zeitlich bedingten Abnutzung; sie können nur während einer bestimmten Dauer eingesetzt werden. Abschreibungszeiten sind in der (amtlichen) AfA-Tabelle durch den Bundesfinanzminister verbindlich festgelegt.

  • Abtretung

    Der Leasingnehmer ist, entsprechend seiner mittel- bzw. langfristigen Zahlungsschuld, nur mit Zustimmung des Leasinggebers zur Abtretung seiner Rechte und Pflichten aus dem Leasingvertrag berechtigt. Der Leasinggeber hat hingegen in der Regel das vertragliche Recht, sein Eigentumsrecht sowie seine Ansprüche und Forderungen auf Dritte zu übertragen bzw. abzutreten; die Beschaffung der Finanzierungsmittel bei Kreditinstituten im Wege der Darlehensaufnahme bzw. Forfaitierung steht hier im Vordergrund.

  • AfA-Satz

    Lineare AfA: Die sogenannte lineare AfA ist die Absetzung in gleichen Jahresbeträgen, die nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes zu bemessen ist. Lineare AfA ist bei allen abnutzbaren Wirtschaftsgütern zulässig. Beträgt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer z. B. 10 Jahre, ist jährlich 1/10 der Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzusetzen.

    Degressive AfA: Die Vorschrift über die steuerrechtlich zulässige degressive AfA wurde in den letzten Jahren mehrfach für steuerbilanzpolitische Zwecke genutzt. Die degressive AfA wurde 2008 abgeschafft, dann 2009 wieder eingeführt und schließlich 2011 wieder abgeschafft. 

    Seit dem 1. Januar 2011 gilt somit wieder die Rechtslage des Jahres 2008 – die degressive Abschreibung ist somit für alle neuen Güter abgeschafft und läuft seither aus § 7 Abs. 2 S. 1 EStG.

    Nach der Neuregelung des § 5 Abs. 1 EStG durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) beinhaltet § 7 Abs. 2 EStG ab 2010 allerdings ein eigenständiges Wahlrecht für die Steuerbilanz mit der Folge, dass in der Handelsbilanz z. B. ein AfA-Satz von 15 % und in der Steuerbilanz ein AfA-Satz von 25 % für die degressive AfA angesetzt werden kann.

  • AfA-Zeit

    Sie ist i.d.R. identisch mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (BGN), ermittelt als Erfahrungswert der verschiedenen Wirtschaftszweige gemäß der technischen und wirtschaftlichen Abnutzung für das jeweilige Wirtschaftsgut. Die AfA-Zeit ist in den amtlichen AfA-Tabellen veröffentlicht.

  • Aktivierung

    Üblicherweise sind Leasingverträge so gestaltet, dass das Leasingobjekt wirtschaftlich, zivilrechtlich und steuerrechtlich dem Leasinggeber zuzurechnen ist, der es aktiviert und nach den steuerrechtlichen Richtlinien abschreibt. Eine Aktivierung beim Leasingnehmer erfolgt dann nicht. Sind die Leasingverträge allerdings so gestaltet, dass gemäß Leasingerlass des Bundesministerium für Finanzen das Leasingobjekt dem Leasingnehmer zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung des Leasingobjektes bei diesem. Der Leasinggeber hat dann eine entsprechende Kaufpreisforderung in seinen Büchern auszuweisen.

  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB/Mietbedingungen)

    Diese sind Grundlage jedes zwischen dem Leasingnehmer und der Leasinggesellschaft abgeschlossenen Leasingvertrages. Sie regeln die gegenseitigen Rechte und Pflichten der Vertragspartner und sollten den Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung des Rechts der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-Gesetz) vom 09.12.1976 entsprechen.

     

  • Amortisation

    Amortisation ist die planmäßige Tilgung einer Schuld. Bei Vollamortisationsverträgen werden Anschaffungswert und sonstige Kosten, einschließlich der Finanzierungskosten des Leasinggebers durch die Zahlungen des Leasingnehmers voll amortisiert. Bei Teilamortisationsverträgen - auch Non-pay-out-Leasing genannt - wird während der Vertragslaufzeit nur eine teilweise Amortisation erreicht.

     

  • Amortisationsrisiko

    Beim klassischen Finanzierungsleasing deckt der Leasingnehmer dieses Risiko ab, und zwar entweder mit der Summe seiner Leasingzahlungen bei Vollamortisationsverträgen oder mit der Summe seiner Leasingzahlungen und sonstigen vertraglichen Vereinbarungen, z.B. einem Andienungsrecht bei Teilamortisationsverträgen. Die volle Amortisation wird erst nach Rückabe des Objektes durch die Veräußerung an Dritte durch die Leasinggesellschaft erreicht.

  • Andienungsrecht

    Bei einem Teilamortisationsvertrag mit Andienungsrecht vereinnahmt der Leasinggeber über die Leasingzahlungen nur einen Teil der gesamten Kosten zuzüglich Gewinnspanne des Leasinggebers für den Leasinggegenstand. Um den noch nicht amortisierten Teil abzudecken, wird mit einem Andienungsrecht vereinbart, dass der Leasinggeber zum Zeitpunkt des Ablaufs des Leasingvertrages das Recht hat, dem Leasingnehmer das Objekt zu dem noch nicht amortisierten Restwert anzudienen, d.h. der Leasingnehmer ist zum Kauf verpflichtet, ohne dass er ein verbrieftes Recht hat, den Leasinggegenstand zu erwerben. Der Leasinggeber kann den Leasinggegenstand auch anderweitig verwerten.

     

  • Annuität

    Die Kalkulation der Leasingraten durch die Leasinggesellschaften erfolgt durchweg annuitätisch, d.h. der Zinsanteil ist anfangs sehr hoch und der Tilgungsanteil sehr niedrig. Dieses Verhältnis kehrt sich zum Ende der Leasinglaufzeit um.

  • Anpassung der Leasingraten

    Die Leasingraten können nach oben oder nach unten während der Laufzeit in Ausnahmefällen angepasst werden. Diese ist in Absprache mit der Leasinggesellschaft möglich.

    Es können Anpassungen gemacht werden, wenn sich die vertraglich vereinbarte Laufleistung erheblich über- oder unterschritten wird.

  • Anpassungsklauseln

    Da ein Leasingvertrag eine längerfristige vertragliche Beziehung zwischen zwei Vertragspartnern begründet, ist es erforderlich für bestimmte Fälle im Voraus eine Änderung (Anpassung) der Leasingrate bzw. auch eines Restwertes im Vertragsverhältnis zu berücksichtigen. Anpassungen erfolgen bei Mobilienleasingverträgen beispielsweise, wenn sich die Berechnungsgrundlage ändert, wenn sich die bei Vertragsabschluss geltenden Abgaben (unter anderem Erhöhung der Umsatzsteuer) ändern oder wenn sich im Zeitraum zwischen Vertragsschluss und Leasingbeginn die Verhältnisse am Geld- und Kapitalmarkt ändern.

     

  • Anschaffungskosten

    Unter diesem Begriff, der für die Leasing- bzw. Mietberechnungsgrundlage wichtig ist, werden die Gegenwerte zusammengefasst, die aufgewendet werden müssen, um ein Wirtschaftsgut zu beschaffen und einzusetzen, d.h. es werden nicht nur die Kosten für das Objekt (der Rechnungsbetrag), sondern auch die eventuell anfallenden Kosten für Transport, Montage und betriebsfertige Übergabe berücksichtigt. Die Anschaffungskosten sind Basis für die Bilanzierung bei der Leasinggesellschaft.

  • Auflösung von Leasingverträgen

    Es kommt vor, dass Leasingobjekte aufgrund starker Beanspruchung vorzeitig ausgetauscht werden müssen. Die Auflösung eines Leasingvertrages ist aufgrund gesetzlicher Vorschriften grundsätzlich ausgeschlossen. "Grundsätzlich" bedeutet auch hier, dass Ausnahmen möglich sind. Eine Ausnahme liegt vor, wenn triftige Gründe einen weiteren wirtschaftlichen Einsatz unmöglich machen. In der Praxis wird dieses Problem so gelöst: Der Leasingnehmer erfragt beim Leasinggeber den noch verbliebenen Restwert und löst das Leasingobjekt ab. Damit der steuerliche Ansatz der Leasingbeträge als Kosten nicht nachträglich verlorengeht, muss die Notwendigkeit (der triftige Grund) für die Auflösung des Vertrages gegenüber dem Finanzamt nachweisbar sein.

     

  • Auftragsbestätigung

    Nachdem der Leasingnehmer seinen Leasingantrag und alle zur Prüfung erforderlichen Unterlagen bei der Leasinggesellschaft eingereicht hat, wird der Antrag hinsichtlich Bonität des Kunden, Objekt und Lieferanten geprüft und entweder uneingeschränkt angenommen, unter Auflagen angenommen oder abgelehnt. Bei abschließender Annahme des Leasingantrags erhält der Leasingnehmer den von der Leasinggesellschaft gegengezeichneten Leasingvertrag.

  • Ausgleichszahlung

    Ist die Summe der Leasingraten, die zum Zeitpunkt einer einvernehmlichen vorzeitigen Vertragsbeendigung beim kündbaren Leasingvertrag am kalkulatorischen Laufzeitende noch offen steht. Die Höhe der Ausgleichszahlung wird bereits bei Vertragsbeginn im Leasingvertrag, gestaffelt nach Kündigungsterminen, festgelegt.

     

  • Auskunftspflichten

    Zur Beurteilung der Bonität des Leasingnehmers hat dieser die für die Leasinggesellschaft wichtigen Unterlagen über seine Vermögensverhältnisse auf Wunsch der Leasinggesellschaft zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehören in Abhängigkeit vom Geschäft, der Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Selbstauskünfte, Handelsauskünfte sowie Jahresabschlüsse.

     

  • Auslaufende Leasingverträge

    Die Leasinggesellschaft informiert den Leasingnehmer rechtzeitig vor Auslauf des Leasingvertrages über das bevorstehende Vertragsende. Generell gibt es die Möglichkeit einer Verlängerung des Leasingvertrages, die Ausübung einer Kaufoption, den Kauf des Leasinggegenstandes durch den Leasingnehmer (z.B. durch Anfragen des Kaufpreises) oder eines Dritten sowie die Rückgabe des Leasinggegenstandes an die Leasinggesellschaft und die anschließende Verwertung auf dem freien Markt durch die Leasinggesellschaft.

  • Bankeinzugsermächtigung (SEPA-Lastschrift bzw. SEPA Firmenlastschrift)

    In Deutschland kann das Einzugsermächtigungsverfahren innerhalb einer Übergangsfrist noch bis 1. Februar 2016 eingeschränkt genutzt werden. Per 1. Februar 2016 wird das Einzugsermächtigungsverfahren durch die SEPA-Lastschrift bzw. SEPA-Firmenlastschrift abgelöst. 

    Aus verwaltungstechnischen Gründen streben es die Leasinggesellschaften an, die vom Leasingnehmer zu entrichtenden Leasingentgelte per Lastschrift (SEPA-Lastschrift) zu vereinnahmen. Der Anteil der erteilten Einzugsermächtigungen im Leasingbereich liegt bei über 90%. Verschiedentlich wird für den Fall der Nichterteilung einer Einzugsermächtigung ein Zuschlag auf die periodischen Leasingzahlungen erhoben.

  • Banken-Leasing

    Leasing am Bankschalter. Der Leasingnehmer wird durch seine Bank auf das Leasingangebot der Bankengruppe oder einer mit der Bank kooperierenden Leasinggesellschaft aufmerksam gemacht, wobei der Abschluss des Leasingvertrages je nach Kenntnisstand der Bankmitarbeiter dann entweder von diesen oder über speziell hinzugezogene Leasingfachleute erfolgt.

  • Barwert

    Gegenwartswert einer in der Zukunft liegenden Zahlungsverpflichtung; bei Leasing: Summe aller Leasingraten einschließlich eines eventuellen Restamortisationswertes (Restwertes), angemessen abgezinst.

     

  • Basel III

    Die unter dem Namen Basel II und Basel III bekannten Basler Aufsichtsstandards definieren Anforderungen an die Finanzinstitute und an die Aufsicht. Basel II ist bereits seit 2004 in Kraft, während das Rahmenwerk Basel III Ende 2010 größtenteils verabschiedet wurde und seit 2013 schrittweise in die EU-Gesetzgebung umgesetzt wird.

    Im Wesentlichen geht es den Aufsichtsgremien darum, die Kapitalanforderungen an Kreditinstitute bei ihrer Kreditvergabe stärker als bisher vom individuellen Risiko abhängig zu machen. Für die Kunden der Kreditinstitute bedeutet dies, dass ihr die Finanzierungskosten bestimmendes Kreditrisiko durch ein Rating ermittelt werden muss. Leasing verbessert die Bilanzrelationen des Leasingnehmers, was sich positiv auf dessen Rating auswirken kann.

     

  • Betriebseinnahmen (beim Leasinggeber)

    Beim Leasinggeber sind die Leasingraten Betriebseinnahmen. Der Leasinggeber aktiviert die Leasingobjekte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten und schreibt die Wirtschaftsgüter entsprechend den Bestimmungen des EstG entweder linear oder degressiv ab.

     

  • Bestätigung

    Sobald ein Engagement geprüft und angenommen worden ist, wird der Leasingvertrag durch Übersendung einer von der Leasinggesellschaft gegengezeichneten Vertragsausfertigung an den Leasingnehmer bestätigt. Zugleich erhält der Lieferant die Bestellung für den Leasinggegenstand.

     

  • Bestellung

    Nach Zustandekommen des Leasingvertrages (Annahme des Leasingvertrages durch den Leasinggeber) bestellt die Leasinggesellschaft das Leasingobjekt entsprechend den Vorgaben des Leasingnehmers. Verschiedene Bestellvarianten sind möglich.

     

    Die häufigsten sind:

    a) der Leasinggeber bestellt direkt beim Lieferanten;

    b) der Leasinggeber tritt in die Bestellung des Leasingnehmers ein.

     

  • Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer

    Die Abschreibungsdauer bemisst sich bei beweglichen Wirtschaftsgütern gemäß §7 Abs. 1 Einkommensteuergesetz grundsätzlich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer ist unter Berücksichtigung der besonderen betrieblichen Verhältnisse zu schätzen. Sogenannte AfA-Tabellen sind ein Hilfsmittel, um die Nutzungsdauer von Anlagegütern zu schätzen. Die in ihnen festgehaltenen Werte beruhen auf Erfahrungswissen. Die AfA-Tabellen stellen keine bindende Rechtsnorm dar. Dennoch werden die in den AfA-Tabellen festgelegten Abschreibungssätze sowohl von der Rechtsprechung, der Verwaltung als auch der Wirtschaft allgemein anerkannt, da sie umfangreiches in der Praxis gewonnenes Fachwissen widerspiegeln.

     

  • Bezahlung des Lieferanten

    Nach Erhalt der vom Leasingnehmer einschränkungslos und rechtsverbindlich unterschriebenen Übernahmebestätigung bezahlt die Leasinggesellschaft die auf ihren Namen ausgestellte Rechnung des  Lieferanten.

  • Bilanzierung

    Bei steuerlich einwandfreien Leasingverträgen macht der Leasingnehmer die Leasingraten in der G. u. V. als Betriebsausgaben geltend.

     

  • Bilanzneutralität

    Leasing verändert die Bilanzverhältnisse bei einer Investition nicht. Das Objekt wird von der Leasinggesellschaft aktiviert und erscheint nicht als Anlagevermögen beim Nutzer, es verhält sich also neutral. Damit bleiben auch die Kapitalverhältnisse - Eigenkapital und Fremdkapital unverändert, da die Leasinggesellschaft den Gegenstand erwirbt und bezahlt. (vgl. Aktivierung von Leasingobjekten).

  • Bonität

    Ebenso wie Kreditinstitute bei der Vergabe von Krediten die "Kreditwürdigkeit" ihrer Kunden prüfen, achten Leasinggesellschaften auf die "Leasing-Würdigkeit" ihrer Vertragspartner, wobei diese Bonitätsprüfung in Nuancen (leasing-)objektbezogener und ertragsbetonter ist.

  • Buchverluste/Buchgewinne

    Durch die Tatsache, dass die buchmäßigen Abschreibungen zusammen mit den Zinsausgaben des Leasinggebers seine Leasingeinnahmen, die sich aus annuitätischen Zinsen und Tilgung zusammensetzen, in der Anfangsphase der Leasingdauer übersteigen, ergeben sich Buchverluste, welche die Liquidität der Leasinggesellschaft indessen nicht beeinträchtigen. In der Endphase des Leasingvertrages übersteigt der annuitätische Tilgungsanteil in den Leasingraten die Abschreibung und die sich dann ergebenden Buchgewinne gleichen die anfänglichen Buchverluste aus.

     

  • Budget-Gründe

    Oft sind Budget-Gründe in Großunternehmen und Behörden ausschlaggebend für die Leasingentscheidung. Es wird, mindestens formal, keine Investitionsentscheidung getroffen, sondern eine monatliche Leasing- bzw. Mietverpflichtung eingegangen, die das Budget optisch nicht oder weit weniger belastet als ein Kauf bzw. eine Bankfinanzierung, was Unternehmens- bzw. Behörden-intern zum Teil langwierige Antrags- und Genehmigungsverfahren voraussetzen würde. Die verhältnismäßig niedrigen monatlichen Leasingaufwendungen können hingegen oft innerhalb der Kompetenz der Fachabteilung entschieden werden.

     

  • Bürgschaften

    Bei nicht ausreichender Bonität des Kunden-, Objekt- oder Lieferanten verlangen Leasinggesellschaften zusätzliche Sicherheiten wie Bürgschaften wie z.B. der Gesellschafter, der Hausbank oder der Lieferanten. Letztere gewähren oft Rücknahme- oder Verwertungsgarantien oder verpflichten sich zum Eintritt in den Leasingvertrag, wenn der Leasingnehmer nicht mehr zahlt.

     

  • Capital Lease

    In den USA-Rechnungslegungsbedingungen wird grundsätzlich zwischen Operating Lease und Capital Lease unterschieden. Die FASB-Vorschriften und darauf basierend die US GAAP-Rechnungslegungsgrundsätze klassifizieren Leasingverträge dann als Capital Leasingverträge, wenn die überwiegenden Risiken und Chancen, die sich aus dem Eigentum am Leasinggegenstand ergeben, auf den Leasingnehmer übergehen. Daraus wird dann der Schluss gezogen, dass Leasingverträge in diesen Fällen Finanzierungskäufen wirtschaftlich sehr ähnlich sind und folglich beim Leasingnehmer bilanziert werden müssen.

     

  • Cash flow

    Unter dem Cash-Flow werden die "verfügbaren, erarbeiteten Mittel" verstanden. Gemeint ist damit der Netto-Zugang an liquiden Mitteln. Der Cash-Flow ist also eine betriebswirtschaftliche Kennziffer, mit der sich die gesamten, von einem Unternehmen selbst erwirtschafteten Mittel, einschließlich der Rückstellungen und Abschreibungen, ermitteln lassen. Der Cash-Flow nach Steuern berücksichtigt außerdem die anfallenden Steuern auf Einkommen, Ertrag und Vermögen.

     

  • Cross-Border-Leasing (CBL)

    Bezeichnung für grenzüberschreitende Leasingverträge, d.h. Leasingnehmer und Leasinggeber haben ihren Firmensitz in unterschiedlichen Ländern und unterliegen verschiedenen steuerlichen Rechtsordnungen.

  • Dauerschuld

    Steuertechnischer Begriff aus dem Gewerbesteuerrecht. Kredite für die Finanzierung von Gegenständen des Anlagevermögen mit Laufzeiten von mehr als 12 Monaten sind Dauerschulden im Sinne von §8 Nr. 1 und §12 Abs. 2 Nr. 1 Gewerbesteuergesetz (GewStG). Für die Ermittlung der Gewerbesteuer, die sich aus Gewerbeertrag- und Gewerbekapitalsteuer zusammensetzt, werden je 50 % der Dauerschulden und der daraus resultierenden Dauerschuldzinsen, die bei der Ermittlung des körperschaftssteuerlichen Einkommens bzw. des Betriebsvermögens zunächst abzugsfähig sind, wieder hinzugerechnet. Nicht als Dauerschulden gelten auch bei Laufzeiten von mehr als 12 Monaten einzelobjektbezogene Finanzierungen von Gegenständen des Umlaufvermögens.

  • Degressiver Zahlungsverlauf

    Viele Investitionsgüter haben in der anfänglichen Investitionsphase einen hohen Wertverzehr. Degressive Leasingverträge tragen diesem Wertverfall durch die Staffelung mit zwei, drei oder mehreren Degressionsstufen Rechnung. Zwar sind die Leasingraten anfangs höher, doch fallen sie in einem Zeitraum an, den das Unternehmen in seiner Planung am besten überschauen kann.

  • Dienstleistungen

    Leasing wird häufig um Dienstleistungen ergänzt, so dass der Nutzen für den Kunden weit über die reine Finanzierungsfunktion hinausgeht. Dies reicht von der Integration spezieller Versicherungen bis hin zum kompletten Management von Fuhrparks durch den Leasinggeber.

     

  • Doppeloption

    Enthält ein Leasingvertrag sowohl eine Kaufoption des Leasingnehmers als auch ein Andienungsrecht des Leasinggebers, spricht man von einem Doppeloptionsvertrag. In diesen Fällen ist eine Zurechnung des Leasinggegenstandes beim Leasingnehmer, der dann als wirtschaftlicher Eigentümer betrachtet wird, erforderlich.

     

  • Doppelstockmodell

    Hierbei verkaufen Leasinggesellschaften Leasingverträge und die damit zusammenhängenden Forderungen an eine mit der Leasinggesellschaft verbundene Vermietgesellschaft. Diese vermietet die Leasinggegenstände dann an die Leasinggesellschaft mit dem Recht der Untervermietung zurück, d.h. die ursprüngliche Leasinggesellschaft wird Leasingnehmer und der ursprüngliche Leasingnehmer wird Untermieter. Die Vermietungsgesellschaft "bündelt" dann eine Anzahl von Leasingverträgen und refinanziert sie en bloc. Die Vorteile dieses Modells liegen u.a. darin, dass die einzelnen Unterleasingverträge von der refinanzierenden Bank nicht auf Ihre Bonität geprüft werden müssen, da die Leasinggesellschaft der Bank gegenüber für die Bonität haftet.

     

  • Dreiecksverhältnis

    Die typische Vertragskonstellation bei Leasingverträgen liegt zwischen Hersteller/Händler/Lieferant und Leasinggesellschaft und Leasingnehmer. Jeder steht mit jedem in rechtlicher und wirtschaftlicher Beziehung.

     

  • Eigenkapital

    Eigenkapital ist knapp und teuer. Aufgrund der i.d.R. 100 % igen, objektbezogenen und nutzungskongruenten Leasingfinanzierung von Investitionsgütern schont der Leasingnehmer sein Eigenkapital und hält es für spätere Investitionen und Aktivitäten frei, die nicht geleast werden können.

  • Eigentum

    Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Auslegungen für Eigentümerschaft.

    1. die juristische (nach §903 BGB):
      Wer durch Kauf und Übergabe Eigentum erworben hat und andere von der Einwirkung auf die Sache ausschließen kann;

    2. die wirtschaftliche (nach §39 AO):
      Auch ein anderer als der juristische Eigentümer kann als wirtschaftlicher Eigentümer angesehen werden.


    Beim Leasing ist der Leasinggeber üblicherweise juristischer und wirtschaftlicher Eigentümer zugleich. Der Abschluss eines Leasingvertrages wirkt sich also auf die Bilanz des Leasingnehmers nicht unmittelbar aus.

  • Ende des Leasingvertrages

    Für den Leasingnehmer ergeben sich folgende Alternativen:

    1. Vollamortisationsvertrag:

    a) Realisierung der vertraglich fixierten Option zur Verlängerung. Dabei sind zu berücksichtigen: Restbuchwert/Zeitwert des Leasingobjektes, gewünschte Laufzeit und daraus resultierender Wertverzehr.

    b) Ausübung der Kaufoption zum Restbuchwert oder zum niedrigerem gemeinen Wert.

    c) Objektrückgabe und Verwertung durch den Leasinggeber.

     

    2. Teilamortisationsvertrag:

    a) Anschlussleasingvertrag, kalkuliert auf Basis des Restamortisationswertes/ Restwertes.

    b) Objektrückgabe und Verwertung durch den Leasinggeber.

    c) Objektkauf in Ausübung des Andienungsrechts des Leasinggebers.

     

    3. Kündbarer Vertrag:

    a) Beendigung durch Kündigung des Leasingnehmers zu vereinbarten Zeitpunkten bei Leistung von Abschlusszahlungen (während der kalkulatorischen Laufzeit); Verwertung durch den Leasinggeber.

    b) Vertragsfortsetzung (mit unbestimmter Laufzeit); Beendigung durch Rückgabe und Verwertung durch den Leasinggeber.

     

  • Ermächtigung zur Erteilung einer Bankauskunft

    Für Leasingnehmer, die nicht im Handelsregister eingetragen sind, ist eine schriftlich erteilte Ermächtigung zur Erteilung einer Bankauskunft notwendig, da die Bank sonst die für die Engagementprüfung notwendige Auskunft verweigern wird.

  • Fahrzeugleasingvertrag mit Kilometerabrechnung

    Bei dieser Art des Leasingvertrages wird vertraglich eine maximale Kilometerlaufleistung für das Leasingfahrzeug festgelegt. Bei Rückgabe des Fahrzeuges wird dessen Kilometerstand abgerechnet. Wurde die festgelegte Kilometerlaufleistung überschritten, so muss der Leasingnehmer eine Nachzahlung leisten. Umgekehrt erhält der Leasingnehmer auch eine Auszahlung wenn die Kilometerlaufleistung unterschritten wurde. Leasingverträge dieser Art beinhalten meist einen kalkulierten Restwert, den der Leasingnehmer aber nicht garantiert, sondern der ein Risiko des Leasinggebers darstellt. Für den Leasinggeber hängt der kalkulierte Verkehrswert eines Fahrzeuges wesentlich von der KM-Leistung ab.

  • Fahrzeugleasingvertrag mit Restwertfixierung

    Schließt man einen Leasingvertrag mit Restwertfixierung ab, so wird der Verkehrswert des Leasingfahrzeuges bei Vertragsende ermittelt. Somit werden bei der Rückgabe neben den gefahrenen Kilometern auch der äußere und technische Zustand des Fahrzeuges sowie die Situation am Gebrauchtwagenmarkt berücksichtigt. Liegt der so ermittelte Verkehrswert unter dem im Leasingvertrag vereinbarten Restwert, ist die Differenz vom Leasingnehmer zu tragen. Bei einem Verkehrswert über vereinbarten Restwert kann eine Beteiligung des Leasingnehmers an dem Mehrerlös vereinbart sein. Das Restwertrisiko liegt bei diesen Verträgen beim Leasingnehmer, insbesondere auch das Risiko gestörter Gebrauchtwagenmärkte bei Leasingvertragsende.

     

  • FASB

    In den USA werden Rechnungslegungsbestimmungen vom Financial Accounting Standards Bord, einer unabhängigen Organisation, die aus Vertretern von Wirtschaftsprüfung, Industrie und Wissenschaft besteht, festgelegt. Das FASB hat sich bereits 1979 in einer ausführlichen Stellungnahme zur Bilanzierung von Leasingverträgen geäußert, wobei der Grundgedanke der Regelungen ist, dass bei Leasingverträgen, bei denen die überwiegenden Risiken und Chancen aus dem Eigentum am Leasingobjekt auf den Leasingnehmer übergehen, dieser das Leasingobjekt bilanzieren muss.

    (siehe Internationale Leasingbilanzierung)

     

  • Finanzierungsleasing (Finance Leasing)

    Beim Finanzierungsleasing (auch: Finance Leasing) überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer wird während der Vertragslaufzeit nicht dinglicher Eigentümer des Leasinggegenstandes, wenn ihm die Sache auch wirtschaftlich zugerechnet werden kann, da der Leasinggeber kein Interesse an einem Rückerhalt des Besitzes der Sache hat. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit steht dem Leasingnehmer üblicherweise eine vertraglich eingeräumte Kaufoption der Sache zum Preis des Restwertes zu. Es handelt sich daher beim Finanzierungsleasing nach der Rechtsprechung um einen atypischen Mietvertrag (Ratenzahlung gegen Gebrauchsüberlassung) mit Überwälzung der Sach- und Preisgefahr auf den Leasingnehmer in Verbindung mit einer späteren Kaufmöglichkeit zu dem geringeren Restwertkaufpreis.

    Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundleasingzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist. Hauptkriterien des Finanzierungsleasing nach internationaler Rechnungslegung ist, dass die Vertragsdauer den wesentlichen Teil der Lebensdauer des Vermögensgegenstand umfasst (nach IFRS >75 %) oder dass der Großteil des Barwerts des Leasinggegenstandes über die Ratenzahlungen finanziert wird (nach IFRS >90 %).

     

  • Flotten-Leasing (auch Fleet Leasing)

    Flotten-Leasing ist ein Spezialfall von Service-Leasing. Gegenstand des Leasingvertrages und seiner Kalkulation ist nicht ein einzelnes Objekt, sondern eine Fahrzeugflotte. Die vereinbarten Service-Leistungen sind häufig sehr weitreichend und schließen beispielsweise Tankabrechnungen oder Ersatzfahrzeuge ein. Vereinbarte Kilometerleistungen der Fahrzeuge werden häufig unter den Fahrzeugen einer Flotte verrechnet. Oft handelt es sich nicht um Leasingverträge im eigentlichen Sinn, sondern um komplexe Verträge im Bereich von Outsourcing, mit denen Administration, Unterhalt, Finanzierung und kontinuierliche Erneuerung der Geschäftsfahrzeuge einem Dienstleistungsunternehmen übertragen werden. Durch Bündelung der Einkaufsmacht für Fahrzeuge und Dienstleistungen wie Versicherungen, Reifen, etc. sowie durch die Nutzung von Skaleneffekten und Spezialsoftware bei den Verwaltungsfunktionen kann die Leasinggesellschaft ihren Kunden diese Dienstleistung zu wesentlich günstigeren Kosten anbieten. Weitere Kundenvorteile werden durch eine professionelle Rechnungsprüfung erzielt. Teilweise arbeiten die Leasinggesellschaften mit renommierten Anbietern wie z.B. der DEKRA oder dem TÜV zusammen. Nicht herstellergebundene Gesellschaften bieten zudem eine objektive markenübergreifende Beratung bei der Auswahl der Fahrzeuge an. Hierbei können die Leasinggesellschaften auf ihren umfassenden Datenbestand mit aktuellen laufenden Betriebskosten aller Kunden zurückgreifen.

     

  • Forfaitierung

    Viele Leasingunternehmen decken ihren Finanzierungsbedarf, der durch die Anschaffung der Leasinggegenstände entsteht, durch den regresslosen Verkauf der Leasingforderungen vorzugsweise an Banken und Sparkassen ab. Dabei übernimmt der Forfaiteur das Bonitätsrisiko für die Zahlungsfähigkeit des Leasingnehmers und die Leasinggesellschaft als Forfaitist haftet nur noch für die Verität, also für den rechtlichen Bestand der verkauften Leasingforderungen.

  • Fuhrparkmanagement

    siehe Flotten-Leasing, Full-Service-Leasing

  • Full-pay-out-Leasing

    Davon spricht man, wenn bei einem Vollamortisationsvertrag während der Vertragsdauer die gesamten Investitionskosten des Leasinggebers inkl. seiner Zins- und Verwaltungsaufwendungen sowie seiner Gewinnspanne durch die mit dem Leasingnehmer festgelegten Leasingzahlungen während einer vereinbarten festen Vertragsdauer abgedeckt werden. Wird nur ein Teil dieser vom Leasinggeber benötigten Mittel abgedeckt, liegt Non-full-pay-out-Leasing vor.

  • Full-Service-Leasing

    Leasinggesellschaften bieten z.B. im Bereich des Auto-Leasing vielfach Full-Service-Verträge an. Diese Vertragsform umfassen je nach Vertragsgestaltung die Wartung und Reparaturen, Reifen und Versicherung sowie die gesamte Fuhrparkverwaltung. Diese zusätzlichen, finanzierungsunabhängigen Serviceleistungen werden künftig einen noch  höheren Stellenwert im Leasinggeschäft erlangen.

     

  • Fungibilität

    Die Fungibilität bzw. Drittverwendbarkeit der Leasinggegenstände ist aus Sicht der Leasinggesellschaft erforderlich, um Wirtschaftsgüter im Falle von Leistungsstörungen oder nach Ablauf der Vertragslaufzeit weiterverwerten zu können. Die Fungibilität eines Leasinggegenstandes ist Kernkriterium für die Annahme, dass es sich nicht um Spezial-Leasing handelt.

  • GAP-Versicherung

    Dies ist eine - vorzugsweise im Bereich Fahrzeug-Leasing angebotene - Versicherung, die ggf. entstehende Differenzen (englisch: Gap) zwischen Ablösewert und Wiederbeschaffungswert des Leasingobjekts schließt.

     

  • Gebrauchsfähigkeit

    Der Leasinggeber geht davon aus, dass der Leasingnehmer die geleasten Investitionsgüter in tadellosem (fabrikneuem) Zustand erhält. Mit der Übernahmeerklärung bestätigt der Leasingnehmer, ein einwandfreies und gebrauchsfähiges Gebrauchsgut in Empfang genommen zu haben. Seinerseits muss der Leasingnehmer das Leasingobjekt während der Laufzeit des Leasingvertrages entsprechend warten und pflegen, um es bei Vertragsende in einem funktionsfähigen Zustand an den Leasinggeber zurückgeben zu können.

  • Gewährleistungsansprüche

    Gewährleistungsansprüche, die der Leasinggeber als Käufer gegenüber dem Lieferanten hat, tritt er an den Leasingnehmer ab. Im Gegenzug schließt der Leasinggeber seine eigene Haftung gegenüber dem Leasingnehmer für Sach- und Rechtsmängel aus. Der Leasinggeber haftet für den rechtlichen Bestand der abgetretenen Gewährleistungsansprüche. Der Leasingnehmer hat somit hinsichtlich der Gewährleistung die Stellung eines Käufers. Nach Ablauf der Gewährleistungszeit bestehen Ansprüche des Leasingnehmers weder gegenüber dem Lieferanten noch dem Leasinggeber.

  • Gewerbesteuer

    Die Zinsen auf Dauerschulden sind dem Gewerbeertrag zuzurechnen und unterliegen der Gewerbeertragsteuer. Da beim Leasing eine Bilanzierung beim Leasingnehmer i.d.R. nicht erfolgt, fällt Gewerbesteuer im o.g. Zusammenhang somit nicht an. Daher ist die Gewerbesteuer-Einsparung ein häufiges Leasing-Motiv. Der Leasinggeber seinerseits kann Gewerbesteuer auf Dauerschulden und Dauerschuldzinsen dadurch vermeiden, dass er (als Banktochter) eine gewerbesteuerliche Organschaft mit der gewerbesteuerlich privilegierten Bankmutter herstellt und/oder seine Leasingforderungen an Banken forfaitiert oder (als Immobilien-Leasinggesellschaft) die erweiterte Kürzung des Gewerbeertrages gemäß § 9.1.2 Gewerbesteuergesetz in Anspruch nimmt.

  • Grundmietzeit (Grund-Leasingzeit)

    Die unkündbare Grundmietzeit von Leasingverträgen darf gemäß den Leasingerlassen grundsätzlich nicht kürzer als 40 % und nicht länger als 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes nach amtlicher AfA-Tabelle sein, um eine Zurechnung des Leasinggegenstandes bei der Leasinggesellschaft, d.h. eine Bilanzierung durch diese zu ermöglichen.

  • Güterkraftverkehrsgesetz

    In früheren Fassungen dieses Gesetzes war der Einsatz von Leasingfahrzeugen im Güternahverkehr, Güterfernverkehr, Werksverkehr und Umzugsverkehr generell untersagt bzw. teilweise untersagt. Diese restriktiven Vorschriften sind inzwischen aufgehoben, so dass Leasingfahrzeuge im Güterkraftverkehr uneingeschränkt eingesetzt werden können.

  • Hersteller-Leasing

    Das direkte Leasing von Mobilien über Hersteller und Händler ist vornehmlich im Computer-, Büromaschinen- und Fahrzeug-Bereich anzutreffen. Im Vordergrund stehen dabei Überlegungen des einheitlichen, produktbezogenen Marketings. Leasing ist ein absatzpolitisches Instrument. Ziel ist, das eigene Produkt und den dazugehörigen Service "aus einer Hand" anzubieten sowie die Kunden nachhaltig an die eigene Unternehmensgruppe sowie das eigene Produkt zu binden.

     

  • Herstellerunabhängige Leasinggesellschaft

    Die herstellerunabhängige Leasinggesellschaft ist nicht an ein Fabrikat oder einen Hersteller gebunden. Daher kann sie fabrikatsübergreifend ihren Kunden Leasingangebote unterbreiten.

  • Herstellungskosten

    Dieser Begriff entstammt dem Handels- und Steuerrecht. Herstellungskosten sind Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und den Kauf von Diensten für die Produktion eines Erzeugnisses entstehen. Bei ihrer Berechnung dürfen in angemessenem Umfang Abnutzungen und sonstige Wertminderungen sowie Teile der Betriebs- und Verwaltungskosten eingerechnet werden. Dazu zählen jedoch nicht die Vertriebskosten.

  • IASC

    Das International Accounting Standards Committee (IASC) ist eine internationale Organisation mit Sitz in London, in der Berufsorganisationen aus knapp 100 Ländern - darunter für Deutschland das Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW) und die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) - vertreten sind. Diese Institution hat sich eine weltweite Harmonisierung der Rechnungslegung zum Ziel gesetzt und hierzu internationale Rechnungslegungs-Grundsätze erarbeitet. In der Stellungnahme IAS 17 hat sich das IASC mit der Bilanzierung von Leasingverträgen befasst.

  • Innovative Vertragsformen

    Über die Klassiker der Voll- und Teilamortisation hinaus wurden Formen entwickelt, die wegen ihrer Flexibilität oft näher an den Bedürfnissen des Kunden sind. Ihre Gestaltungsmöglichkeiten entsprechen der veränderten, dynamisierten Wirklichkeit des unternehmerischen Investitionshandels.

     

    Es sind dies:

    1. der kündbare Vertrag mit Laufzeitverkürzungsmöglichkeit (K-Vertrag),

    2. der Leasingvertrag mit variabler Laufzeit (LvL-Vertrag),

    3. das Operate Leasing und

    4. das Update Leasing.

  • Insolvenz des Leasinggebers

    Im Falle der Insolvenz einer Mobilien-Leasinggesellschaft bleiben die von der Leasinggesellschaft als Vermieterin abgeschlossenen Leasingverträge wirksam.

  • Insolvenz des Leasingnehmers

    Die Leasinggesellschaft kann einen Leasingvertrag nach dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens nur unter bestimmten Voraussetzungen kündigen. Der Insolvenzverwalter hat ein Wahlrecht und kann entweder anstelle des Schuldners den Vertrag erfüllen und von der Leasinggesellschaft die Erfüllung verlangen, er kann die Erfüllung aber auch ablehnen mit der Konsequenz, dass dann die Leasinggesellschaft als Gläubiger ihre Forderung als Insolvenzgläubiger geltend machen kann.

    Erst wenn nach dem Insolvenzantrag erneut Kündigungsgründe entstanden sind, z.B. erneuter Verzug mit der Zahlung von Leasingraten, ist die Kündigungssperre aufgehoben; der Leasinggeber kann den Leasingvertrag dann wieder kündigen und das Leasingobjekt herausverlangen.

     

  • Internationale Leasing-Bilanzierung

    Die leasingbezogenen Regelungen der beiden wichtigsten internationalen Rechnungslegungssysteme IAS/IFRS und US-GAAP sind einander ähnlich, jedoch nicht inhaltsgleich. Die Zurechnung des Leasingobjekts richtet sich im Grundsatz danach, inwieweit die mit dem Eigentum an dem Objekt verbundenen Chancen und Risiken vom Leasinggeber oder vom Leasingnehmer getragen werden. Das Leasingobjekt wird bilanziell dem Leasinggeber zugerechnet (sog. Operating Leasing), wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Es darf nicht vereinbart sein, dass am Ende der Laufzeit des Leasingvertrags dem Leasingnehmer das Eigentum an dem Leasingobjekt übertragen wird (Transfer of Ownership). Dem Leasingnehmer darf keine Kaufoption eingeräumt werden, deren Ausübungspreis deutlich unter dem für den Ausübungszeitpunkt zu erwartenden Marktwert des Leasingobjekts liegt, da in diesem Fall von vornherein die Ausübung der Option als hinreichend sicher angesehen werden kann (Bargain Purchase Option). Die Laufzeit des Leasingvertrags darf sich nicht auf den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts erstrecken. Unter US-GAAP gilt diesbezüglich eine Laufzeitobergrenze von 75 % der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (Economic Life). Letztere ist nicht mit der im deutschen Handels- und Steuerrecht maßgeblichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gleichzusetzen, sondern übertrifft diese regelmäßig. Zu Beginn des Leasingvertrags muss der Barwert der vom Leasingnehmer während der gesamten Laufzeit zu leistenden Mindest-Leasing-Zahlungen (einschließlich eines garantierten Restwerts) den Verkehrswert des Leasingobjekts unterschreiten (Recovery of Investment). Unter US-GAAP gilt diesbezüglich eine Barwertobergrenze von 90 % des Verkehrswertes.

     

    Unter IAS/IFRS wird zusätzlich verlangt, dass das Leasingobjekt nicht so beschaffen ist, das es ohne wesentliche Veränderung nur von dem speziellen Leasingnehmer genutzt werden kann (d. h. es darf kein Spezial-Leasing vorliegen). Darüber hinaus erfolgt nach IAS/IFRS neben der Prüfung der vorstehenden Voraussetzungen zusätzlich eine Beurteilung des Gesamtbilds der Verhältnisse. Dabei können folgende Merkmale gegen eine Zurechnung des Leasingobjekts beim Leasinggeber (d.h. gegen das Vorliegen eines Operating Lease) sprechen: Der Leasingnehmer kann das Leasingverhältnis auflösen, wobei er die damit verbundenen Verluste des Leasinggebers zu tragen hat. Gewinne oder Verluste aus Schwankungen des Restwerts des Leasingobjekts fallen dem Leasingnehmer zu. Der Leasingnehmer hat die Möglichkeit, das Leasingverhältnis zu einer wesentlich unter der marktüblichen Miete liegenden Anschlussmiete zu verlängern. Werden die vorstehenden Kriterien für einen Operating Lease nicht erfüllt, so erfolgt die Zurechnung des Leasingobjekts beim Leasingnehmer. Derartige Leasinggeschäfte werden unter IAS/IFRS als Finance Lease, unter US-GAAP als Capital Lease bezeichnet.

     

  • Investitionszulage

    Für bestimmte Fördergebiete in Deutschland gibt es unter gewissen Voraussetzungen eine Investitionszulage. Wenn der Leasinggegenstand der Leasinggesellschaft zugerechnet wird, muss diese einen Betrieb oder eine Betriebsstätte im Fördergebiet unterhalten. In Investitionszulage-Fällen wird häufig eine Leasing-Variante gewählt, die gemäß den Leasingerlassen der Finanzverwaltung zu einer Zurechnung des Leasinggegenstandes beim Leasingnehmer führt, da dieser unkomplizierter (und mit steuerlichem Vorteil) in den Genuss der Investitionszulage gelangen kann.

     

    So werden Leasing-Investitionen von kleinen und mittelständischen Unternehmen durch ein neues Programm der Bürgschaftsbanken unterstützt. Das Pilotprojekt ist im Januar 2014 gestartet und läuft über drei Jahre. 120 Mio. Euro stehen für Bürgschaften zur Verfügung, mit denen Leasing-Investitionen von insgesamt bis zu 400 Mio. Euro verbürgt werden können. Das Programm wurde vom Verband Deutscher Bürgschaftsbanken in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen (BDL) entwickelt.

     

     

     

  • Investitions-Zuschüsse

    Derartige Zuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern werden unter bestimmten Voraussetzungen auch für Leasingverträge gewährt, wobei geleaste Wirtschaftsgüter sowohl förderfähig sein können, wenn sie beim Leasingnehmer aktiviert werden, als auch wenn der Leasinggeber sie aktiviert.

  • Kalkulatorische Laufzeit

    Leasingverträge mit Kündigungsmöglichkeit werden in der Regel auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und können vom Leasingnehmer nur zu vertraglich festgelegten Zeitpunkten gekündigt werden. Der erste Kündigungstermin liegt frühestens bei 40 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei der Berechnung der Leasingraten wird von einer kalkulatorischen Laufzeit ausgegangen. Im Falle der Kündigung durch den Leasingnehmer vor Ablauf der kalkulatorischen Laufzeit sind Abschlusszahlungen, die von vornherein vereinbart sind, zu leisten.

     

  • Kilometer-Leasingvertrag

    Bei diesem im Vordringen befindlichen Vertragstyp übernimmt die Leasinggesellschaft einen Teil des Investitionsrisikos, indem sie sich verpflichtet das Leasingobjekt zum Vertragsende zurückzunehmen und auf eigenes Risiko zu verkaufen. Der Leasingnehmer hat zusätzlich das Recht das Fahrzeug selbst zu erwerben oder den Vertrag zu verlängern. Die Bezeichnung rührt daher, dass die Laufleistung des Fahrzeuges durch Vereinbarung einer Kilometerbegrenzung im Leasingvertrag festgelegt wird. Wird diese überschritten muss der Kunde, unter Abzug einer möglichen Freigrenze, zusätzliche Zahlungen pro Mehrkilometer leisten. Bei einer Unterschreitung erfolgt eine Rückvergütung in der vertraglich festgelegten Höhe bis zu einem vorher definierten Höchstbetrag.

     

  • Kommunal-Leasing

    Hierzu gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Bestimmungen, wobei in einigen Ländern aufgrund der Haushaltsordnung Leasingverträge nur mit Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörden (Regierungspräsident etc.) zulässig sind. Wesentliches Merkmal des Kommunal-Leasings ist, dass die öffentliche Hand oder Betriebe, an denen sie beteiligt ist, als Leasingnehmer auftritt.

  • Konkurs

    Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Leasingnehmers ist der Leasinggeber als rechtlicher und wirtschaftlicher Eigentümer des Leasingobjektes grundsätzlich berechtigt, den Leasingvertrag zu kündigen und das Leasingobjekt herauszuverlangen (Aussonderungsrecht gemäß § 47 InsO). Aufgrund der Kündigungssperre des § 112 InsO ist es dem Leasinggeber jedoch verwehrt, den Leasingvertrag zu kündigen, sobald ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt wurde. Erst wenn nach dem Insolvenzantrag erneut Kündigungsgründe entstanden sind, z.B. erneuter Verzug mit der Zahlung von Leasingraten, ist die Kündigungssperre aufgehoben; der Leasinggeber kann den Leasingvertrag dann wieder kündigen und das Leasingobjekt herausverlangen.

     

    Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Insolvenzverwalter nach § 103 InsO ein Wahlrecht: Er kann den Leasingvertrag anstelle des Leasingnehmers erfüllen oder die Erfüllung ablehnen. Im Falle der Ablehnung kann der Leasinggeber seinen Schadensersatzanspruch als Insolvenzgläubiger, also in Höhe der jeweiligen Quote, geltend machen und das Objekt ebenfalls sofort herausverlangen.

  • Kündbarer Leasingvertrag

    Dieser Teilamortisationsvertrags-Typ wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann in der Regel vom Leasingnehmer - aus steuerrechtlichen Gründen frühestens nach Ablauf von 40 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes – gekündigt werden. Für den Fall der Kündigung werden Ausgleichszahlungen des Leasingnehmers fällig.

  • Laufzeit

    Kalkulatorische Laufzeit: Kündbare Leasingverträge sind auf unbestimmte Laufzeit abgeschlossen und können i.d.R. vom Leasingnehmer nur zu vertraglich festgelegten Zeitpunkten mit einer Kündigungsfrist auf den jeweiligen Kündigungszeitpunkt gekündigt werden. Für die Kalkulation der Leasingraten wird eine kalkulatorische Laufzeit zugrunde gelegt. Bis zum Ende der kalkulatorischen Laufzeit sind im Falle der Kündigung durch den Leasingnehmer Abschlusszahlungen zu leisten.

     

  • Leasing

    Die üblicherweise mittel- bis langfristige Gebrauchsüberlassung von Wirtschaftsgütern gegen Entgelt auf der Grundlage eines Leasingvertrages.

     

  • Leasingbeginn

    Nach Vorlage der vollständigen Unterlagen bei der Leasinggesellschaft – einschließlich der rechtsverbindlich vom Leasingnehmer unterzeichneten Übernahmebestätigung – ist Leasingbeginn. Der Leasingbeginn löst die Verpflichtung des Leasingnehmers zur Zahlung der Leasingraten aus.

     

  • Leasingerlass

    Richtlinien des Bundesfinanzministers zur steuerlichen Behandlung von Mobilienleasingverträgen vom 19.4.1971 ("Vollamortisationserlass") und vom 22.12.1975 ("Teilamortisationserlass"). Nur die Einhaltung der Richtlinien dieser Erlasse führt zur steuerlichen Anerkennung der juristischen und wirtschaftlichen Eigentümereigenschaft des Leasinggebers.

  • Leasingfähigkeit

    Grundsätzlich sind nur Objekte leasingfähig, die verkehrsfähig und selbständig bewertbar sind (Begriff des Wirtschaftsgutes). Dabei bildet die sogenannte Drittverwendungsfähigkeit grundlegende Voraussetzung für die Leasingfähigkeit von Wirtschaftsgütern, weil der Leasingvertrag nur über einen zeitlich begrenzten Zeitraum abgeschlossen wird, der die technische und wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasingobjektes unterschreitet. Durch eine gezielte Auswahl derjenigen Wirtschaftsgüter, die im Wege des Leasing einem Dritten zu Nutzung überlassen werden sollen, ist eine ausreichende Flexibilität der Nutzungsmöglichkeit des Leasingobjektes anzustreben, damit das Leasingobjekt bei Beendigung oder im Falle eines notleidenden Engagements durch Verkauf oder Anschlussvertrag  weiterverwendet werden kann.

     

    Handelt es sich bei dem Leasingobjekt um eine Mobilie, so setzt die Drittverwendungsfähigkeit voraus, dass die betreffenden Wirtschaftsobjekte weder Grundstücksbestandteil gem. §94 Abs. 1 BGB oder Grundstückszubehör darstellen noch aufgrund ihrer Größe derart standortgebunden sind, dass sie nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand demontiert, an einen anderen Ort transportiert und dort wieder montiert werden können. Sollte es sich bei dem Objekt  jedoch um ein Grundstücksbestandteil handeln ist Leasingfähigkeit nur dann gegeben, wenn es als Scheinbestandteil im Sinne des §95 BGB einzustufen ist.

     

  • Leasinggeber

    Er ist der rechtliche und wirtschaftliche Eigentümer des Leasingobjekts in einem Leasingvertragsverhältnis. Ihm wird das Leasingobjekt steuerlich zugerechnet. Er bilanziert das Leasingobjekt.

  • Leasing-Quote

    Die Leasing-Quote beschreibt den Anteil der Leasing-Investitionen eines Jahres an den gesamtwirtschaftlichen Bruttoanlageninvestitionen ohne Wohnungsbau. Im Hinblick auf die mobilen Ausrüstungsinvestitionen der deutschen Industrie erhöhte sich die Mobilien-Leasingquote von weniger als 10 Prozent in den 70er Jahren auf knapp 20 Prozent im Jahre 1998. Damit hat der Mobilien-Leasinganteil an den gesamten Ausrüstungsinvestitionen sein bislang höchstes Niveau erreicht.

  • Leasingrate

    Für die Nutzungsüberlassung entrichtet der Leasingnehmer Raten an den Leasinggeber. Diese bestehen kalkulatorisch aus einem Tilgungsanteil zur Abdeckung der Investitionssumme, einem Zinsanteil, einer Marge für Kosten, einem Gewinnanteil und einem Risikozuschlag. Beim Leasinggeber sind die Leasingraten Betriebseinnahmen. Der Leasinggeber aktiviert die Leasingobjekte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten und schreibt die Wirtschaftsgüter entsprechend den Bestimmungen des EstG entweder linear oder degressiv ab.

  • Leasing-Rechnung

    Dies sind die monatlich ausgestellten Rechnungen der Leasinggesellschaft über die zu zahlenden Leasingrate. Die Leasingrechnung dient gleichzeitig als Nachweis für den Vorsteuerabzug (§14 Umsatzsteuergesetz).

     

  • Leasing-Urteil des BFH

    Mit seinem Urteil vom 26.01.1970 zur Frage der ertragsteuerlichen Behandlung von Leasingverträgen gab der Bundesfinanzhof quasi den "Startschuss" für Leasing in Deutschland. Diesem Urteil folgten die Leasingerlasse der Finanzverwaltung.

  • Leasingverträge mit Andienungsrecht

    Teilamortisationsverträge beinhalten häufig ein Andienungsrecht des Leasinggebers. Findet der Leasinggeber keine den kalkulierten Restwert deckende Verwertung des Leasingobjektes bei Laufzeitende, kann er den Kauf des Objektes durch den Leasingnehmer über das Andienungsrecht erzwingen. Der Leasingnehmer garantiert über das Andienungsrecht praktisch den kalkulierten Restwert, hat aber seinerseits keine Möglichkeit, den Verkauf an ihn zum kalkulierten Restwert zu verlangen. Ist der Verkehrswert bei Vertragsende höher als der kalkulierte Restwert, wird die Leasinggesellschaft den höheren Preis verlangen.

     

  • Leasingverträge mit einer Beteiligung des Leasingnehmers am Verwertungserlös

    Eine Beteiligung des Leasingnehmers am Verwertungserlös eines Objektes beziehungsweise bei Teilamortisationsverträgen an dem den kalkulierten Restwert übersteigenden Anteil kann für beide Vertragspartner von Vorteil sein, da es ein höheres Interesse des Leasingnehmers an einer guten Instandhaltung des Leasingobjektes begründet. Um die steuerlichen Kriterien für Leasingverträge einzuhalten, ist die Beteiligung des Leasingnehmers auf 75 % des den kalkulierten Restwert übersteigenden Erlöses begrenzt.

  • Leasingverträge mit einer vereinbarten Mietvorauszahlung

    Eine Mietvorauszahlung, die bei Vertragsbeginn oder bei Annahme des Leasingvertrages durch den Leasingnehmer zu bezahlen ist, reduziert die während der Vertragslaufzeit zu leistenden Leasingraten. Eine Mietvorauszahlung senkt zudem das Ausfallrisiko für die Leasinggesellschaft. Je nach Bonität des Leasingnehmers und Fungibilität des Leasingobjektes wird eine Mietvorauszahlung häufig zur Abschlussbedingung gemacht. Gelegentlich werden auch während der Laufzeit eines Leasingvertrages Mietvorauszahlungen vereinbart, die dann die Folgeraten reduzieren. Konzernstellen und Behörden nutzen diese Möglichkeit, um sonst verfallende Jahresbudgets aufzubrauchen. Eine Mietvorauszahlung kann für Steuerpflichtige, die nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen müssen, mit steuerlichen Vorteilen verbunden sein.

  • Leasingverträge mit einer vereinbarten Depotzahlungen

    Hierbei handelt es sich häufig um eine Sonderform von Teilamortisationsverträgen. Schon bei Vertragsbeginn wird der Restwert exklusive Umsatzsteuer in Form eines Depots hinterlegt. Durch diese Hinterlegung reduziert sich sowohl die monatliche Leasingrate als auch das Bonitätsrisiko des Leasinggebers. Depotzahlungen müssen nicht mit einem Restwert in Verbindung stehen und müssen auch nicht die Leasingraten reduzieren. Depotzahlungen des Leasingnehmers oder eines Dritten können die Funktion einer Sicherheit analog einer verzinsbaren Kaution haben.

  • Leasingverträge mit gestaffelten Leasingraten

    Nicht alle Vertragsnehmer sind an konstanten Leasingraten interessiert. Bei einem saisonalen Geschäft eines Unternehmens kann dem „Pay as you earn“-Gedanken beispielsweise mit entsprechenden Leasingratenverläufen Rechnung getragen werden. Eine Anlaufphase, in der eine Investition noch nicht ihre volle Produktivität entfaltet, kann ein anderer sinnvoller Grund für gestaffelte Leasingraten sein.

     

  • Leasingverträge mit variablen Leasingraten

    Leasingverträge mit variablen Leasingraten werden selten angeboten. Wenn ein Leasingnehmer fallende Zinsen erwartet, kann eine entsprechende Refinanzierung des Leasinggebers mit variablem Zins und laufender Anpassung der Leasingraten eine attraktive Option sein. Manche Leasingnehmer sind nicht an planbaren Kosten in Euro, sondern an planbaren Kosten in Dollar oder einer anderen Währung interessiert. Eine entsprechende Refinanzierung des Leasinggebers und laufende Anpassung der vereinbarten Leasingrate an den aktuellen Devisenkurs ist dann eine Option.

  • Leasingvorteile

    Die traditionelle Vorteilsargumentation: Finanzierung des Wirtschaftsgutes parallel zum Ertrag, Schonung der Liquidität, Absetzbarkeit der Raten als Betriebsausgaben, keine Bilanzierung, Sicherheit der Kalkulation. 

    Diese allgemeinen Vorteile greifen jedoch nur, wenn das Leasingunternehmen über den großen Werkzeugkasten mit kreativen Vertragsformen und Dienstleistungen verfügt und die Werkzeuge kunden-, objekt- und fallspezifisch einzusetzen weiß.

  • Leasingzahlungen

    Die in der Regel monatliche Leasingzahlung bleibt in der Regel für die gesamte Laufzeit unverändert. In bestimmten Fällen können auch variable Leasingraten vereinbart werden, die sich je nach Entwicklung der Marktzinssätze (z.B. des FAZ-Rentenindexes) verändern können. Grundsätzlich werden lineare Leasingzahlungen vereinbart; es sind aber auch degressive und progressive Gestaltungen anzutreffen. In Ausnahmefällen können auch bestimmte saisonale Gegebenheiten (z.B. Winterausstand) Berücksichtigung finden.

  • Mängelrüge

    Mängel des Leasingobjektes sind gegenüber dem Lieferanten unter Benachrichtigung des Leasinggebers zu rügen. Der Lieferant ist innerhalb der Gewährleistungsfrist verpflichtet, begründeten Mängelrügen abzuhelfen.

  • Mehr-/Mindererlös

    Das Restwertrisiko obliegt bei einem Teilamortisationsvertrag dem Leasingnehmer. Kann nach Ende der Vertragslaufzeit das Leasingobjekt nur zu einem unter dem kalkulatorischen Restamortisationswert/Restwert liegenden Nettoerlös veräußert werden, so muss der Leasingnehmer die Differenz an den Leasinggeber zahlen. Im Falle eines über dem Restamortisationswert/Restwert liegenden Nettoverwertungserlöses für das Leasingobjekt kann der Mehrerlös gemäß Leasingerlass vom 22.12.1975 dem Leasingnehmer zu 75% vergütet werden. Die Leasinggesellschaft muss 25% behalten, um mit dieser "angemessenen Beteiligung am Mehrerlös" weiterhin als wirtschaftlicher Eigentümer zu gelten (39 AO).

     

  • Mietkauf

    Ein derartiges Geschäft liegt vor, wenn die Aktivierung des Leasinggegenstandes sowie die Passivierung einer Darlehensverbindlichkeit beim Leasingnehmer (Mietkäufer) erfolgt, weil die für das klassische Leasing gemäß den Leasingerlassen erforderlichen Kriterien nicht gegeben sind. Der Leasinggeber aktiviert dann eine Darlehensforderung gegenüber dem Mietkäufer und teilt die bei ihm eingehenden Leasing- bzw. Mietkaufraten in Zins- und Tilgungsanteile auf. Wesentlicher Unterschied zum Leasing ist, dass es sich bei Mietkauf quasi um einen Verkauf des Leasinggegenstandes auf Raten durch den Mietkaufgeber an den Mietkäufer handelt und die Mehrwertsteuer auf die gesamte Mietkaufforderung (Mietkaufrate x Vertragslaufzeit) mit der ersten Mietkaufrate zu bezahlen ist. Das juristische Eigentum geht erst nach Eingang der letzten Mietkaufrate voll auf den Mietkäufer über. Mietkauf wird von vielen Unternehmen in Fördergebieten sowie bei bestimmten Fördermaßnahmen gezielt und systematisch eingesetzt, da die Förderbedingungen oftmals eine Aktivierung den Investitionsgutes beim Mietkäufer (Leasingnehmer) voraussetzen und bei einer Aktivierung des zu fördernden Wirtschaftsgutes beim Mietkäufer für diesen sich noch zusätzliche steuerliche Effekte ergeben.

     

  • Mietvertrag zwischen Leasinggesellschaft und Endkunde

    In dieser Vertriebsleasing-Sonderform bietet der Vertrieb des Herstellers die Anmietungsmöglichkeit des gewünschten Objekts dem Kunden an. Der Leasinggeber ist Eigentümer, trägt das Bonitätsrisiko, wickelt ab und zieht die Miete ein, die neben Finanzierung und Tilgung der Anschaffungskosten auch Kosten der Wartung usw. enthält. Der Hersteller führt die Wartung/Instandhaltung aus und der Leasinggeber überträgt ihm die Funktionsrisiken, woraus allerdings für den Hersteller das Vorteilsargument gegenüber dem Endkunden entsteht, dass er immer über ein funktionstüchtiges Objekt verfügt.

     

    Damit wird auch die direkte Einbeziehung von Wartungskomponenten in den Mietvertrag sehr plausibel, da der Vermieter das Funktionieren des Objekts gewährleisten muss. Bei Vertragsverlängerung können die Mehrerlöse zwischen Vermieter und Hersteller aufgeteilt werden.

     

    Im Gegensatz zu den häufig angebotenen Herstellermietmodellen ergeben sich durch das Einschalten einer Leasinggesellschaft folgende Vorteile für den Vermieter:

    -         In diesen Fällen wird das Objekt an die Leasinggesellschaft verkauft und das bedeutet Umsatz für den Vertrieb.

    -         Die Finanzierung muss nicht aus Eigenmitteln oder im Kreditrahmen erfolgen.

    -         Diese Vermietgeschäfte sind für den Mieter bilanzneutral.

     

  • Nachträge (Nachträge zu bestehenden Leasingverträgen)

    Bei Nachträgen zu bestehenden Leasingverträgen geht es in aller Regel um nichtselbständige Wirtschaftsgüter welche einem Leasinggut nachträglich zugefügt werden. Dies sind Investitionsgüter, die nur im Zusammenwirken mit dem eigentlichen Wirtschaftsgut (Leasingobjekt) sinnvoll eingesetzt werden können, d.h. Leistung und Produktivität erzeugen. Ein Beispiel wäre der nachträgliche Einbau von NC-Steuerungen bei Industriemaschinen.

     

    Hierbei wird die Laufzeit des nachträglichen Leasinggutes der Laufzeit des Basis-/Hauptvertrages angepasst, d.h. der Hauptvertrag und die Nachträge laufen zum gleichen Zeitpunkt aus. Der Leasingsatz für den Nachtrag wird aufgrund der Laufzeit und des aktuellen Standes der Zinsentwicklung am Geld- und Kapitalmarkt kalkuliert.

     

  • Non full pay out

    Leasingvertrag mit Teilamortisation (siehe Amortisation)

  • Null-Leasing

    Null-Leasing ist eine Sonderform des KFZ-Leasing, bei der auf Grund hoher Einkaufsvorteile des Leasinggebers, die Summe der Leasingraten und des Restwertes maximal den Listenpreis des Herstellers erreicht. Aus rechtlichen Gründen darf diese Ausprägung des Leasinggeschäfts jedoch nicht vertrieben werden, da nach Auffassung des OLG Frankfurt ein Verstoß gegen das Rabattgesetz vorliegt.

     

  • Objektprüfung

    Ein wichtiger Bestandteil der Bonitätsprüfung eines Leasing-Engagements ist die Objektprüfung. Der Leasinggeber hat ein elementares Interesse, nur langfristig werthaltige Objekte, bei denen über Jahre hinaus die Wartung, Reparatur und die Ersatzteilversorgung sichergestellt ist, zu verleasen.

     

    Bei der Objektprüfung sind die nachfolgenden Aspekte relevant: angemessener Einkaufspreis, hoher Distributionsgrad, große Akzeptanz der Objekte in der jeweiligen Branche, dichtes, möglichst internationales Vertriebs- und Wartungsnetz und relativ stabile Preise für Gebrauchtmaschinen.

  • Objektrisiko

    Das Objektrisiko trägt beim Leasingvertrag der Leasingnehmer, d.h. es liegt in seinem Verantwortungsbereich, das richtige Objekt und den richtigen Lieferanten – zum Beispiel hinsichtlich Gewährleistung und Garantie – auszuwählen.

  • Objekttausch

    Während der Laufzeit des Leasingvertrages ist ein Objektaustausch grundsätzlich ausgeschlossen. Handelt es sich jedoch um eine wirtschaftliche Fehlentscheidung des Leasingnehmers, die sich üblicherweise in den ersten Monaten der Vertragslaufzeit herausstellt, wird der Leasinggeber bereit sein, sich über einen Objekttausch zum Anschaffungswert mit dem Leasingnehmer und dem Lieferanten zu verständigen.

  • Operate Leasing

    Ursprünglich im Gegensatz zum Finanzierungsleasing verwendeter Begriff, der kurz- bis mittelfristige Leasingverträge kennzeichnet, bei denen dem Leasingnehmer normalerweise unter Einhaltung einer bestimmten Frist ein jederzeitiges Kündigungsrecht eingeräumt ist, wobei der Vermieter in der Regel die objektbezogenen Risiken trägt. Durch die aktuelle handelsrechtliche Diskussion hat diese Leasingform insofern Bedeutung erlangt, als sie sowohl bei den Vorschriften des IASC (Gegenüberstellung zu Finance Leasingverträgen) als auch von US-GAAP (Gegenüberstellung von Capital Lease) als die Vertragsform angesehen wird, die zu einer Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber führt. Sowohl die Regelung des IASC als auch von US-GAAP stellt hier für genaue Anforderungskriterien auf.

  • Preisgefahr

    Hierunter ist die Gefahr zu verstehen, bei einem Leasingvertrag auch dann den vereinbarten Preis zahlen zu müssen, wenn die geschuldete Sachleistung infolge eines zufälligen Untergangs oder einer zufälligen Verschlechterung unmöglich ist.

  • Produkthaftung

    Hiervon sind grundsätzlich auch Leasingunternehmen betroffen. Dieses ist der Fall wenn Leasingunternehmen Investitionsgüter vermieten, welche aus Nicht-EU-Ländern eingeführt wurden. Als Variante bietet sich in diesen Fällen an, dass der Leasingnehmer das Wirtschaftsgut selbst importiert und dann einen Sale-and-lease-back-Vertrag abschließt. Das Produkthaftungsrisiko liegt dann beim Leasingnehmer.

  • Quartalszahlung

    Bei einer Zahlung der Leasinggebühren vierteljährlich im Voraus ist eine spürbare Reduzierung der Kostenbelastung möglich. Sie wird gerne dann vereinbart, wenn die Einnahmenseite des Leasingnehmers dies erfordert oder wenn die übliche monatliche Leasingrate sehr niedrig ist. Auch andere nicht monatliche Zahlungen sind darstellbar.

  • Restbuchwert

    Der Restbuchwert ist der Wert, der als Differenz zwischen Anschaffungskosten und Abschreibungen gemäß amtlicher AfA-Tabelle am Ende der Leasingdauer in den Büchern der Leasinggesellschaft ausgewiesen ist.

  • Restwert

    Dies ist der Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten, der bei Teilamortisationsverträgen während der Leasingdauer nicht durch Zahlung von Leasingraten durch den Leasingnehmer getilgt wird. Der Restwert wird vertraglich fest vereinbart. Auch sind sich die Vertragspartner bei Abschluss des Teilamortisationsvertrages darüber einig, dass nach Ablauf des Leasingvertrages entweder ein Verlängerungsvertrag zustande kommt, oder der Leasingnehmer auf Verlangen des Leasinggebers verpflichtet ist, das Investitionsgut zum Restwert zu erwerben. Der Restwert sollte i.d.R. dem voraussichtlichen Marktwert und auch dem Restbuchwert zum Ende der Leasingdauer angepasst sein. Der Restwert bezeichnet die kalkulatorische Seite eines Vertrages und darf nicht mit dem Restbuchwert verwechselt werden, der sich aus der bilanziellen Abschreibung ergibt.

  • Rückgabepflicht

    Nach Beendigung des Leasingvertrages hat der Leasingnehmer das Leasingobjekt in einwandfreiem, gebrauchsfähigem Zustand, von der normalen Abnutzung abgesehen, an den Leasinggeber zurückzugeben. Der Versand an eine Anschrift im Inland ist zumutbar, wobei die Transport, Verpackungs- und Versicherungskosten vom Leasingnehmer zu tragen sind. Kommt der Leasingnehmer seiner Rückgabeverpflichtung nicht nach, kann die Leasinggesellschaft nach geltender Rechtsprechung die Weiterzahlung der Leasingraten sowie ggf. Schadensersatz verlangen.

  • Sachgefahr

    Hierunter ist die Gefahr zu verstehen, neu leisten zu müssen, wenn eine Substanzbeeinträchtigung des Leasinggegenstandes durch zufälligen Untergang oder durch eine zufällige Verschlechterung eintritt. Der BGH hat die Überwälzung der Sachgefahr auf den Leasingnehmer grundsätzlich als für einen Finanzierungsleasingvertrag typisch eingeordnet, allerdings diese Möglichkeit im Kfz-Leasing-Bereich eingeschränkt.

  • SEPA

    Die SEPA ist ein "einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsraum". Mit dem "Single Euro Payments Area - Framework" ("SEPA - Regelwerk") wurde ein einheitliches Verfahren zur Durchführung von Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen geschaffen. Durch die Einführung des SEPA-Lastschriftverfahrens im Jahr 2009 wurde das SEPA-Verfahren vervollständigt. 

  • SEPA-Lastschriftenverfahren

    Seit November 2009 sieht der SEPA-Zahlungsverkehr für die Bankkunden zwei Lastschriftverfahren vor:

     

    -         die Basislastschrift (SEPA Core Direct Debit/SEPA Direct Debit CORE) enthält vom deutschen
              Einzugsermächtigungslastschriftverfahren zahlreiche bekannte Elemente.

    -         die Firmenlastschrift (SEPA Business to Business Direct Debit, SEPA Direct Debit B2B) berücksichtigt die Bedürfnisse von
              Geschäftskunden und ist dem früheren  Abbuchungsauftragsverfahren ähnlich.

     

    Die Nutzung des SEPA-Verfahrens ist seit November 2009 in allen SEPA-Ländern mit dem Euro als Landeswährung verbindlich. Alle übrigen Länder müssen bis spätestens 31.10.2016 das SEPA-Zahlungsverfahren ermöglichen. 

     

    Die Sonderbedingungen für den Lastschriftverkehr sehen vor, dass die Zahlung mittels Lastschrift im SEPA-Lastschriftverfahren gegenüber der Zahlstelle bereits vorab mit Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats autorisiert ist. Das SEPA-Mandat beinhaltet neben der Gestattung des Zahlungsempfängers, den Betrag vom Konto des Zahlungspflichtigen einzuziehen auch die an die Zahlstelle gerichtete Generalweisung, die vom Zahlungsempfänger auf das Schuldnerkonto gezogene SEPA-Lastschrift einzulösen. Für die Wirksamkeit des Zahlungsvorgangs ist es maßgeblich, ob der Zahlungspflichtige diesem zugestimmt hat (Autorisierung). Diese Autorisierung des Zahlungsvorgangs kann vorab oder – falls zwischen dem Zahlungspflichtigen und seinem Kreditinstitut vereinbart – auch nachträglich durch Mandat erfolgen. Liegt kein Mandat vor, handelt es sich um unautorisierte Lastschriften. Eine unautorisierte Lastschrift kann vom Zahlungspflichtigen innerhalb von 13 Monaten nach der Kontobelastung zurückgegeben werden.

  • Service-Leasing

    Bei Service-Leasing zahlt der Leasingnehmer zusätzlich zur Leasingrate eine fixe Pauschale für eine bestimmte Serviceleistung wie Fahrzeuginspektion, Fahrzeugreparatur, Reifenersatz usw. Der Leasingnehmer hat dadurch feststehende, fixe monatliche Kosten für die Kalkulation seines Geschäftes. Der Leasinggeber muss diese Kosten kalkulieren und den asynchronen Anfall von Einnahmen und Aufwendungen finanziell managen. Die Kalkulation hat Parallelen zum Versicherungsgeschäft, Eventualrisiken können nur über große Bestände ausgeglichen werden. Der Leasinggeber muss ein intensives Produktwissen haben.

  • Sicherheiten

    Grundsätzlich dient dem Leasinggeber das Leasingobjekt als Sicherheit. Je nach Risikoeinschätzung können Zusatzsicherheiten vereinbart werden. Hierzu zählen z.B. Kautionen, Bürgschaften und Garantien.

  • Sicherungsschein

    Der Sicherungsschein ist eine Besonderheit in der Kfz-Versicherung. Bei finanzierten oder geleasten Kraftfahrzeugen wird von der Versicherungsgesellschaft ein Sicherungsschein ausgestellt und hiermit der abgeschlossene Versicherungsumfang bestätigt. Der Sicherungsschein dient insoweit dem Schutz des Kreditgebers bzw. des Leasinggebers, als das diese im Falle eines Unfalls berechtigt sind, neben Ansprüchen gegenüber dem Versicherungsnehmer auch Ansprüche gegen den Versicherer geltend zu machen.

  • Sonderzahlung

    Zu Beginn des Leasingvertrages kann eine Einmalzahlung mit Wirkung als Vorauszahlung auf künftige Leasingraten vereinbart werden.

  • Spezial-Leasing

    Im Leasing wird üblicherweise das Objekt dem Leasinggeber zugerechnet, woraus sich für den Leasingnehmer Vorteile steuerlicher und bilanzieller Art ergeben. Anders bei Verträgen, die als Spezial-Leasing anzusehen sind; das Objekt wird dem Leasingnehmer zugerechnet. Ein solcher Vertrag ist dann gegeben, wenn das Objekt den Bedürfnissen des Leasingnehmers so speziell entspricht, dass eine wirtschaftliche Nutzung durch einen anderen – die Drittverwertung – völlig ausgeschlossen ist (§39 AO und Schreiben des BMF vom 19.4.1971). Spezial-Leasing liegt aber nicht schon dann vor, wenn das Objekt selten oder auch einmalig ist. Dies gilt auch für Großanlagen (Plant-Leasing), von denen es kaum zwei identische geben dürfte.

  • Steuerbestimmung

    Besonders wichtig ist beim Leasing, dass die Leasingobjekte dem Leasinggeber als wirtschaftlichen Eigentümer zugerechnet werden. Durch die Zurechnung des Leasingobjektes zum Leasinggeber ist gewährleistet, dass der Leasinggeber die Leasingobjekte bilanziert und abschreibt. Der Leasingnehmer hingegen kann die Leasingraten in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend machen.

     

    Maßgebliche Bestimmungen für die Frage der Zurechnung von Leasingobjekten sind die Abgabenordnung (AO) §39 und die Leasingerlasse des Bundesministerium für Finanzen (1971 und 1975). Die Leasingerlasse regeln, wie Leasingverträge grundsätzlich gestaltet sein müssen, damit die Zurechnung der Leasingobjekte zum wirtschaftlichen Eigentum des Leasinggebers erfolgt.

     

    Ein Leasingvertrag, der nicht im Sinne des Leasingerlassses konform ist, verfehlt im Normfall seinen Sinn. Ein großer Teil der messbaren Vorteile geht verloren, falls ein Leasingvertrag steuerlich nicht anerkannt wird.

     

    In allen Fällen, bei denen die Leasingverträge abweichend gehandhabt werden, ist Spezial-Leasing gegeben. Das Leasingobjekt wird von vornherein dem Leasingnehmer zugerechnet und muss von diesem bilanziert und abgeschrieben werden.

  • Steuerliche Aspekte

    Das Leasingunternehmen aktiviert den Leasinggegenstand in der Bilanz zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und schreibt dies entsprechend den steuerlichen Vorschriften ab. Der Leasingnehmer dagegen macht die Leasingraten in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend. Für Leasingobjekte fallen beim Leasingnehmer keine investitionsbezogenen Steuern, wie Gewerbesteuer, an.

  • Teilamortisation

    Wenn während der Laufzeit des Leasingvertrages nur eine teilweise Amortisation der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Leasinggebers vorgesehen ist, wird von einem Teilamortisations-Vertrag gesprochen; hierbei wird die Vollamortisation erst durch die Ausübung des Andienungsrechtes durch den Leasinggeber gegenüber dem Leasingnehmer oder durch eine entsprechende Verlängerung oder durch Verkauf des Objektes durch den Leasinggeber an einen Dritten erreicht.

  • Total cost Ownership (TCO, Gesamtbetriebskosten)

    Alle anfallenden Kosten von Investitionsgütern sollen abgeschätzt werden. Nicht nur die Anschaffungskosten einer Investition sind zu beachten sondern alle Aspekte der späteren Nutzung (Energiekosten, Reparatur und Wartung) der betreffenden Komponenten. Somit können bekannte Kostentreiber oder auch versteckte Kosten möglicherweise bereits im Vorfeld einer Investitionsentscheidung identifiziert werden. 

  • Übernahmebestätigung (auch Abnahmebestätigung)

    Durch die leasingtypische Übernahmebestätigung bestätigt der Leasingnehmer dem Leasinggeber die vollständige Lieferung des bestellten Objektes und die Installation am vereinbarten Standort; darüber hinaus wird der ordnungsgemäße und mängelfreie Zustand sowie die Betriebsfähigkeit des Leasingobjektes bestätigt. In der Regel beginnt die Laufzeit des Leasingvertrages und die damit verbundene Aufnahme der Leasingzahlungen mit Übernahme des Objektes. Des Weiteren löst die Übernahmebestätigung die Bezahlung der Lieferantenrechnung durch den Leasinggeber aus.

  • Umdeutung

    Sie betrifft die steuerliche Nichtanerkennung eines Finanzierungs-Leasingvertrages hinsichtlich der Zurechnung beim Leasinggeber.

     

    Für die Nichtanerkennung können als Gründe zum Beispiel auftreten:

    a. die Leasinglaufzeit liegt unter 40% oder über 90% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer;

    b. bei Abschluss eines Teilamortisationsvertrages erhielt der Leasingnehmer die verbindliche Zusage, das Leasingobjekt bei Vertragsende zum RAW/Restwert kaufen zu können;

    c. bei Abschluss eines Vollamortisationsvertrages erhielt der Leasingnehmer die verbindliche Zusage, das Leasingobjekt bei Vertragsende zu einem Betrag kaufen zu können, der unter dem Restbuchwert (unter Anwendung der linearen AfA) oder sogar unter dem voraussichtlichen gemeinen Wert (sog. Erinnerungswert) liegen wird;

    d. die Mehrerlösbeteiligung des Leasingnehmers beträgt mehr als 75%.

  • Umsatzsteuer

    Die Leasinggesellschaften entrichten auf die investierten Objekte die jeweils gültige Umsatzsteuer (USt.); der Leasingnehmer hat auf die von ihm zu zahlenden Leasingraten Umsatzsteuer in der jeweils gültigen Höhe zu zahlen. In der Regel kann die so bezahlte Umsatzsteuer beim Leasingnehmer als Vorsteuer mit der eingenommenen Umsatzsteuer verrechnet werden.

  • Untergang

    Untergang des Objektes: Ein Untergang des Leasingobjektes kann durch Schwachstromschaden, Unfall, Maschinenbruch, Zerstörung oder dergleichen verursacht werden. Regelmäßig wird der Leasingnehmer verpflichtet, den Leasinggegenstand ausreichend zu versichern. Deckt im Schadensfall der von der Versicherung erstattete Betrag nicht die noch offenstehenden, abgezinsten Leasingraten zur Abrechnung des Leasingvertrages, so muss der Leasingnehmer den Differenzbetrag übernehmen.

  • Untervermietung

    Der Leasingnehmer ist zur Untervermietung der an ihn verleasten Objekte nur mit schriftlicher Zustimmung der Leasinggesellschaft berechtigt. 

  • Verlängerungsoption/ Verlängerungsvertrag

    Sofern vereinbart, kann der Leasingnehmer nach Ablauf der Grundmietzeit das Leasingobjekt im Wege einer Verlängerung des Leasingvertrages weiter nutzen.

  • Versicherungen

    Im Interesse aller Vertragsbeteiligten, insbesondere im Sinne des nutzenden Leasingnehmers, sind die Leasingobjekte hinreichend zu versichern; hierzu ist der Leasingnehmer i.d.R. vertraglich verpflichtet, ebenso, wie zur Zahlung der Versicherungsprämien. Dem Leasinggeber ist über dem Umfang der Versicherung ein Sicherungsschein des Versicherers zur Verfügung zu stellen.

  • Vertragsformen

    Die Gestaltung von Leasingverträgen richtet sich nach den Bestimmungen der zugrundeliegenden Leasingerlasse. Als Grundtypen lassen sich Vollamortisationsverträge, Teilamortisationsverträge und kündbare Verträge unterscheiden. Die konkrete Vertragsgestaltung ist abhängig von Objekten und Kundenanforderungen.

  • Vertriebsleasing

    Beim Vertriebsleasing kooperieren Hersteller oder Händler mit einer auf diese Form der Zusammenarbeit spezialisierten Leasinggesellschaft und bieten damit ihren Abnehmern über das eigentliche Objekt hinaus Zusatznutzen durch kundenorientierte Finanzierungsmöglichkeiten und optionale Serviceleistungen (z.B. Versicherungen) an.

  • Verwertung am Laufzeitende

    Am Laufzeitende, wenn eine weitere Nutzung und/oder Kauf durch den Leasingnehmer nicht gewünscht wird und der Leasinggeber keine Rückgabe des Leasingobjektes verlangt, kann es in Abstimmung mit dem Leasingnehmer an Ort und Stelle verwertet werden.

  • Verwertung bei Insolvenz

    Bei Insolvenz wird das Leasingobjekt durch den Leasinggeber sichergestellt und i.d.R. von ihm verwertet, es sei denn, es existiert eine Rückkaufverpflichtung des Lieferanten.

  • Vollamortisation

    Der Anschaffungswert für den Leasing-Gegenstand und sämtliche Aufwendungen des Leasinggebers, einschl. Finanzierungskosten und Gewinn, werden im Laufe des Leasingvertrages durch die Leasingraten voll amortisiert.

  • Vorteile des Leasings

       •     Eigenkapitalschonung

       •     Liquiditätsvorteile

       •     Nutzungskongruente Laufzeit

       •     Schutz vor technischer Überalterung

       •     Kostentransparenz

       •     Klare Kalkulationsgrundlage

       •     Vorteilhafte Bilanzoptik

       •     Steuerersparnisse

       •     Erweiterung des Kreditspielraumes

       •     Realisierung von Investitionen in der richtigen Dimension

  • Wartungsvertrag

    Durchweg wird vom Leasingnehmer erwartet, im Anschluss an die Garantiezeit des Lieferanten für die laufende funktionale und technische Betreuung des Leasinggegenstandes einen Wartungsvertrag auf eigene Kosten abzuschließen; dies ist bei den meisten EDV-Leasingverträgen der Fall.

  • Werthaltigkeit

    Aus Gründen der wirtschaftlichen Anschlussnutzung und damit zur langfristigen Amortisation des Kapitals achten die Leasinggesellschaften auf die Werthaltigkeit des Leasingobjekts.

  • Widerrufsrecht

    Das Widerrufsrecht stellt gemäß §355 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) ein Recht jedes Verbrauchers (Personen die im Handelsregister nicht eingetragen sind wie Privatpersonen, Kommunen, Einzelunternehmen dar, sich unter bestimmten Umständen von einem bereits geschlossenen, aber noch schwebend wirksamen Vertrag innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist von 14 Tage zu lösen. Die Widerrufsfrist beginnt mit Vertragsschluss, soweit nichts anderes vereinbart ist.

     

    Der Verbraucher und der Unternehmer sind an ihre auf den Abschluss des Vertrags gerichteten Willenserklärungen nicht mehr gebunden, wenn der Verbraucher seine Willenserklärung fristgerecht widerrufen hat. Der Widerruf erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Unternehmer. Aus der Erklärung muss der Entschluss des Verbrauchers zum Widerruf des Vertrags eindeutig hervorgehen. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Im Falle des Widerrufs sind die empfangenen Leistungen unverzüglich zurückzugewähren. 

  • Wirtschaftliches Eigentum

    Voraussetzung für die steuerrechtliche Zurechnung des Leasinggegenstandes beim Leasinggeber ist, dass dieser juristischer und wirtschaftlicher Eigentümer ist. Dies bedingt, dass die Kriterien der Leasingerlasse der Finanzverwaltung, die auf der Abgabenordnung basieren, hinreichend berücksichtigt werden.

  • Zession

    Dieser Begriff taucht insbesondere im Zusammenhang mit dem regresslosen Verkauf von Leasingforderungen durch Leasinggesellschaften an Banken auf. Häufig bestehen die Finanzierungspartner der Leasinggesellschaften auf einer offenen Zession, also auf einer Offenlegung ihres Forderungsanspruchs gegenüber dem Leasingnehmer; damit sollen Leistungsstörungen vermieden werden, für den Fall, dass die Leasinggesellschaft in Schwierigkeiten gerät und die Leasingnehmer gutgläubig weiter an das Leasingunternehmen zahlen.

  • Zurechnung des Leasinggegenstandes

    Die steuerrechtliche Zurechnung des Leasingobjektes beim Leasinggeber oder beim Leasingnehmer richtet sich nach den Kriterien, die in den Leasingerlassen der Finanzverwaltung festgehalten sind bzw. grundsätzlich nach §39 AO.


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