VW Polo R WRC: Fertig zum Duell der beiden Sébastiens

15 Jan - Volkswagen Polo
Polo R WRC, zweite Generation Foto: ampnet/Volkswagen

Neues Auto, neue Rennoveralls und neue Motivation. So etwa könnte man die Stimmung bei Volkswagens WRC-Team zusammenfassen. In Wolfsburg enthüllten die Weltmeister der vergangenen beiden Jahre nun das Auto für die neue Saison in der Rallye Weltmeisterschaft (WRC) und verrieten bei der Gelegenheit nur sehr wenig über ihr Erfolgsgeheimnis durchblicken.

Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer hielt sich dazu im Allgemeinen. Aus seiner Sicht ist das Zusammenspiel des gesammelten Wissens auch beim neuen Volkswagen Polo R WRC letztlich der Grund für den Erfolg. Auch bei den Aussichten für die neue Saison hielt sich Neußer zurück: "Das erneute Triple am Ende der Saison wäre natürlich schön, aber wir dürfen nicht zu euphorisch sein.

In der Tat könnte es in diesem Jahr spannender werden. Alle Hersteller mussten sich der Aufgabe einer neuen Homologation stellen. Soll heißen: Die FIA hat neue Richtlinien festgelegt, nach denen die neuen World Rallye Cars bis zum Jahr 2017 zu bauen sind. Außerdem wurde das Reglement geändert. Motorsport-Direktor Jost Capito: "In den ersten beiden Jahren unseres WRC-Engagements haben wir uns bei der Entwicklung auf die Zuverlässigkeit unserer Autos konzentriert. Bei dem aktuellen Modell haben wir stärker auf Verbesserungen gesetzt."

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr werden die Gänge der WRC-Renner nun mit Schaltwippen am Lenkrad eingelegt. Die sequenzielle Schaltung gehört der Vergangenheit an. "Auch die Konkurrenz wird nicht geschlafen haben", resümiert Capito mit Blick auf Citroën, Hyundai und Ford. Teamintern wird es bei Volkswagen 2015 wieder keine Stallorder geben. Im Team gelte die Regel: "Es gewinnt der Beste". "Alle müssen an einem Strang ziehen und Siegchancen haben", erklärt Heinz-Jakob Neußer.

Jost Capito erwartet, das neue Reglement könne zu strategischen Spielchen führen. Damit spielte er auf die neue Regel an, dass der in der Weltmeisterschaft führende Fahrer stets als erster auf die Wertungsprüfungen starten muss. Bei Schotter-Rallyes ist das ein großer Nachteil. Das erste Fahrzeug räumt Kieselsteine und Staub von der Piste. Der Grip verbessert sich dadurch mit jedem weiteren Fahrzeug. Pro Kilometer wird die Strecke dadurch rund zwei Sekunden schneller.

Kommende Woche wird mit der Rallye Monte Carlo (20. bis 25. Januar) die neue Saison eröffnet. Mit dabei wird der Rekord-Weltmeister Sébastien Loeb sein. Er wird in diesem Jahr an ausgewählten WRC-Läufen teilnehmen. Den Franzosen im Team von Volkswagen freut das schon jetzt. Als zweifacher Weltmeister möchte Sébastien Ogier seinem Landsmann natürlich viel Zeit abnehmen, um in diesem Jahr die legendäre "Monte" am Ende für sich zu entscheiden. Auf jeden Fall freut sich die gesamte Rallye-Szene auf dieses Duell. (ampnet/tw)
(motor-traffic.de)

Bild: Polo R WRC, zweite Generation Foto: ampnet/Volkswagen

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