Subaru Forester 2.0 D Automatik - Robuster Komfort statt modische Dynamik

18 Mär - Subaru Forester
Subaru bietet den Forester nun auch als Diesel mit Automatik an Foto: Subaru

Wer einen Subaru Forester mit Automatikgetriebe fahren wollte, musste bislang einen starken und durstigen Benziner wählen. Ab sofort gibt es auch die Dieselversion des Kompakt-SUV in einer Ausführung für Schaltfaule. Die Preise für den 108 kW/147 PS starken Allrader starten bei 32.200 Euro. Für Bestellungen bis zum 31. Mai gewährt der Hersteller einen zusätzlichen Rabatt von 3.000 Euro anlässlich des 35-jährigen Deutschlandjubiläums der Marke.

Subaru geht mit seinen Boxermotoren und dem speziellen Allradantrieb immer einen technischen Sonderweg. Auch bei der Wahl der Automatik bleiben die Japaner dem Exoten-Stil treu und setzen auch im Forster das in Japan beliebte, aber hierzulande von anderen Marken kaum mehr angebotene stufenlose Getriebe ein. Dieses überzeugt vor allem mit Komfort, fühlbar nicht nur durch sanftes Anrollen im Stop-and-Go-Verkehr. Schließlich liefert der Selbstzünder bereits ab 1.600 Touren reichlich Drehmoment ans variable Getriebe, dieses lässt beim mäßigen Beschleunigen die Drehzahl nur geringfügig steigen und senkt so Geräusche und Verbrauchswerte.

Zumindest theoretisch, denn der Forester zählt mit einem Normwert von 6,1 Litern nicht zu den sparsamsten seiner Liga. Gegen den berüchtigten Gummibandeffekt stufenloser Getriebe (hohe Drehzahlen und eine sich subjektiv zu langsam aufbauende Beschleunigung) gibt es im Subaru sieben fest programmierte Schaltstufen, die gegen Aufpreis über Lenkradpaddel bedient werden können. Hinzu kommt eine elektronische Steuerung, die bei starkem Niedertreten des Gaspedals oder bei aktivierter Bergabfahrhilfe von der variablen Kraftübertragung umschaltet zum Gangwechsel in die programmierten Stufen.

Zwar kostet die Lineartronic den Boxer-Diesel drei PS Leistung, dennoch ist der Allradler mit einem werksseitigen Beschleunigungswert von 9,9 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h einer der Schnellsten im SUV-Umfeld. Trotzdem verzichtet er auf übertriebene Sportlichkeit, weshalb er betont weich abgestimmt ist, in Kurven gerne etwas wankt, dafür jedoch bei Schnee, Staub und Steinen den Kraxler markiert. Und mit ausreichend viel Platz für fünf Passagiere und Gepäck (505 bis 1.592 Liter) nicht nur Förster sondern auch Familien überzeugt, die dann bis zu zwei Tonnen schwere Pferdeanhänger auf den Haken nehmen können. Was dem Forester weiterhin fehlt, sind moderne Assistenzsysteme. Dieses Manko kann erst die nächste Modellpflege kompensieren.

Subaru Forester 2.0 D Lineartronic - Technische Daten Test:
Fünftüriger, fünfsitziger Kompakt-SUV mit permanentem Allradantrieb; Länge: 4,60 Meter, Breite: 1,80 Meter, Höhe: 1,74 Meter, Radstand: 2,64 Meter, Kofferraumvolumen: 505 bis 1.592 Liter

Motor:
2,0-Liter-Diesel, Stufenlose CVT-Automatik, 108 kW/147 PS, max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.600-2.400 U/min, 0-100 km/h: 9,9 s, Vmax: 188 km/h, Verbrauch: 6,1 l/100 km, CO2-Ausstoß: 158 g/km, Effizienzklasse: C, Preis ab: 32.200 Euro

Subaru Forester - Kurzcharakteristik:
Alternative zu: Ford Kuga, Honda CR-V, Kia Sportage, Mazda CX-5, Mitsubishi Outlander, Toyota RAV4, VW Tiguan und alle rustikalen Allrad-Kombis wie Seat Leon X-Perience 4Drive oder Skoda Octavia Scout
Sieht gut aus: Als Waldarbeiter mit Hund und Holzanhänger Passt zu: allen, die auf robuste Materialien und solide Verarbeitung mehr Wert legen als auf Lifestyle
Was kommt noch: Jäger-Sondermodell Hubertus (2. Halbjahr 2015)

(SP-X) (motor-traffic.de)

Bild: Subaru bietet den Forester nun auch als Diesel mit Automatik an Foto: Subaru

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