Porsche Cayenne GTS und Turbo S - Für Chefs und erfahrene Chauffeure

4 Feb - Porsche Cayenne
Der GTS - ebenfalls mit zwei Turboladern bestückt - wirkt eine Spur präsenter Foto: Porsche

Für Sportwagenfahrer, denen ein Sportwagen zu klein und unflexibel ist, hat Porsche die stärksten Varianten des Oberklasse-SUV Cayenne überarbeitet, den 324 kW/440 PS leistende Cayenne GTS (98.152 Euro) und den noch kräftigeren Cayenne Turbo S mit 419 kW/570 PS (166.969 Euro). Der erhebliche Preisunterschied zwischen den beiden Versionen rührt nicht allein von der Mehrleistung des Turbo S, dieses Modell ist zudem weitgehend komplett ausgestattet.

Optisch geben sich die beiden Luxus-SUV an der turbospezifischen Frontschürze und größeren Lufteinlässen oder den geschwärzten Scheinwerfermasken zu erkennen. Der GTS liegt außerdem 2,4 Zentimeter tiefer über dem Asphalt als der Cayenne S.
Der GTS verlangt auf der Standarddistanz 0,9 Liter Treibstoff weniger als der Vorgänger, der noch von einer um 1,2 Liter Hubraum größeren V8-Maschine angetrieben wurde. Der neue 3,6-Liter-V6 liefert dennoch 20 PS mehr. Im Turbo S bleibt es beim V8-Aggregat, das ebenfalls um 20 PS erstarkt ist und 50 Newtonmeter mehr Drehmoment anbietet - in diesem Fall ohne Mehrverbrauch.

Die Fahrleistungen sind entsprechend gestiegen. Der Turbo S beschleunigt in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, das sind 0,4 Sekunden weniger als der Vorgänger schaffte. Der GTS erledigt den Sprint in 5,2 Sekunden, das sind 0,5 Sekunden weniger als bisher. Beide Versionen erfreuen mit harmonischer Drehmomententfaltung, wenngleich die grundsätzlich serienmäßige achtstufige Automatik ohnehin eventuelle Lücken unkenntlich macht. Der GTS - ebenfalls mit zwei Turboladern bestückt - wirkt eine Spur präsenter, der Turbo S, bei dem die Lader für ein schnelleres Ansprechverhalten direkt in den beiden Auspuffkrümmern positioniert sind, beeindruckt mit brachialer Gewalt.

Laut Porsche sollen die Topmodelle des Cayenne auch auf der Rennstrecke ihre Tauglichkeit unter Beweis stellen können. Dennoch schafft der Cayenne mit einem Kofferraumvolumen von wenigsten 670 Liter ordentlich was weg, und beweist seine Alltagstauglichkeit, wenn er sich mühelos durch den Stadtverkehr dirigieren lässt, der Parkassistent hilft beim Rangieren auf dem Abstellplatz. Viele der Helfer müssen jedoch extra bezahlt werden.

600.000 Einheiten hat die Sportwagenmarke seit der Einführung des Cayenne im Jahr 2002 verkauft. Gerade die beiden stärksten und jüngsten Versionen werden aber einem erlesenen Publikum vorbehalten bleiben. Ihre hohen Einstiegspreise mögen verhindern, dass allzu unerfahrene Chauffeure auf den Platz hinterm Lenkrad klettern. Denn um das Potenzial der Hochleistungs-SUV auch nur halbwegs zu beherrschen, braucht es schon einen routinierten Fahrer.
(SP-X) (motor-traffic.de)

Bild: Der GTS - ebenfalls mit zwei Turboladern bestückt - wirkt eine Spur präsenter Foto: Porsche

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