Porsche 911 Targa 4 GTS - Für eilige Genießer

25 Mär - Porsche 911
Der Porsche Targa fasziniert nun seit genau 50 Jahren. Jetzt haben die Zuffenhausener den stärksten Elfer mit Bügel im Programm. Foto: Porsche

Er ist kein Cabrio, aber auch kein Coupé. Viel frische Luft, aber beim Blick nach hinten kein blauer Himmel in Sicht. Trotzdem oder gerade deshalb lieben die Fans den Porsche 911 Targa, wenn sie ihn sich denn leisten können. Denn schon die günstigste Version mit für Stuttgarter Verhältnisse bescheidenen 257 kW/350 PS kostet mehr als 110.000 Euro. Der "S" bringt weitere 50 Pferde an den Start, was sich Porsche mit gut 15.000 Euro bezahlen lässt. Und jetzt also der brandneue GTS, der Super-Targa sozusagen.

Vor der ersten Ausfahrt mit dem Teilzeit-Cabrio offenbart ein Blick in die 84 Seiten starke Preisliste erstaunliches Zahlenwirrwarr: 24 kW/30 PS mehr als im "S"-Modell beschleunigen den Targa-Preis auf 137.422 Euro, also nochmal rund 12.000 Euro mehr. Dieser Zuwachs samt drei Buchstaben am Heck kann doch nicht alleine der Kostentreiber sein?

"Natürlich nicht", beteuert Erhard Mössler und zählt einige feine Extras auf, die der GTS schon eingebaut hat. Die aktive Dämpferverstellung zum Beispiel, die den Neuling zudem einen Zentimeter tiefer auf die Straße drückt. Oder das sogenannte Dynamik-Chassis-Control, das die Seitenneigung bei schneller Kurvenfahrt verringert. Dazu noch einige optische Highlights, wie den knallroten Drehzahlmesser, das serienmäßige Alcantara-Leder und schwarz gehaltene Elemente an Bug und Heck.

Wie dem auch sei: Dass Porsches Autos nun mal sündhaft teuer sind, ist nicht Neues und ändert auch nichts am enormen Fahrspaß, den die Sportwagen allesamt in Serie bieten. Der Targa 4 GTS, der übrigens nur mit Allradantrieb zu haben ist, macht da keine Ausnahme.

Und dann gibt es ja noch die Sporttaste: Sie verstärkt durch einige technische Tricks den Sound der sechs Zylinder, die sich auf 3,8 Liter Hubraum verteilen. Das grollige Röhren klingt gar nicht prollig, sondern einfach nur potent. Das dumpfe Blubbern beim Gaswegnehmen unterstreicht akustisch, dass der Motor in den Schiebebetrieb wechselt. Und das kurze Bellen meldet das automatische Zwischengas beim Herunterschalten. Alles wie gehabt also, alles Porsche pur. Wer sich dann noch die Siebengang-Automatik (4.141 Euro extra) gönnt, hat immer die passende Drehzahl unter dem rechten Fuß.

Wenn die andalusische Sonne durch das Freiluft-Rechteck über den Köpfen der beiden Insassen die Szenerie erhellt, ist die Welt der echten Fans nahezu perfekt. Ein ausfahrbarer Windabweiser verschont das Haupthaar von den Resten an Zugluft. Und wenn der Himmel grollt, genügt ein Knopfdruck, um das Dach wieder komplett dicht zu machen. Früher musste das von Hand erledigt werden.

(SP-X) (motor-traffic.de)

Bild: Der Porsche Targa fasziniert nun seit genau 50 Jahren. Jetzt haben die Zuffenhausener den stärksten Elfer mit Bügel im Programm. Foto: Porsche

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