Porsche 911 GT3 RS - Spielzeug mit 500 PS

20 Mai - Porsche 911
Der 911 GT3 RS mit Straßenzulassung soll nur 2000-mal gebaut werden Foto: Porsche

Seit fünf Generationen gibt es für Motorsportfans die RS-Modelle von Porsche. Zwar ist der RS für Nürburgring und Co. gebaut, er hat aber eine ganz normale Straßenzulassung. Ein Alltagsauto mit 368 kW/500 PS, einer möglichen Sprintzeit von 3,3 Sekunden auf Tempo 100 und einer möglichen Spitze von 310 km/h also. Für Menschen die mal eben 181.690 Euro übrig haben, mit einem gut 1,70 Meter breiten Heckspoiler und einem Geflecht aus Stahlrohren statt Rücksitzen unterwegs sind.

"Die Kundschaft ist zumeist zwischen 30 und 50 Jahre alt und hat eine Leidenschaft, den Motorsport. Gut zehn Prozent sind weibliche Käufer", beschreibt Andreas Preuninger, bei Porsche für die heißen GT-Renner verantwortlich, seine Kundschaft.  

Wie gehabt, liefert Porsche für diese treuen Weggefährten neben bekannt perfekter Technik einige Superlative: So ist der RS mit 1.420 Kilogramm nochmal deutlich leichter als das etwas schwächere Schwestermodell GT3 ohne die Zusatzbuchstaben. Beigetragen zur Abspeckkur hat zum Beispiel die Verwendung von Kohlefaser für die Haube oder Magnesium für das Dach. Der Lohn der Mühe: Jedes PS muss sich nur um 2,8 Kilogramm kümmern. Kein Wunder, dass die Fahrleistungen und das Fahrverhalten überragend geraten sind.

Die schwierige Strecke Bilster Berg offenbart die Stärken des Sportgeräts: Der Vierliter-Sechszylinder, der ohne Turbohilfe auskommt, nimmt schon bei sanfter Berührung des rechten Pedals kraftvoll die Arbeit auf, das Doppelkupplungsgetriebe entschließt sich erst bei über 8.000 Touren zum Wechsel in den nächsten Gang, vor der nächsten Kurve vernichten traumhaft zupackende Bremsen gnadenlos die gerade erst gewonnene Energie.

Der Riesenspoiler sorgt vor allem in schnell durcheilten Kurven für den richtigen Druck auf die überbreiten Hinterräder (325/30 ZR 21), ist also alles andere als nur ein Showeffekt wie bei manchen Mantas von einst. Zu alledem ertönt das Geräusch, auf das sich künftige Eigner wohl besonders freuen: Satt, aber nicht aufdringlich, selbstbewusst, aber nicht angeberisch.

Ganz sportiv auch die Gestaltung des Innenraums. Recht enge Sitze auf einer Kohlefaser-Schale sorgen weniger für Komfort als für sicheren Halt im Grenzbereich, das Lenkrad stammt aus dem noch teureren 918 Spyder und hat oben einen mittig aufgeklebten gelben Streifen, der die Geradeausstellung verrät. Serienmäßig ist aber auch ein Soundsystem, das über einen 7-Zoll-Touchscreen-Monitor gesteuert wird. Das bekannte Porsche-Navi kostet ebenso Aufpreis wie manch andere Feinheiten. Der 911 GT3 RS mit Straßenzulassung soll nur 2000-mal gebaut werden.

(SP-X) (motor-traffic.de)

Bild: Der 911 GT3 RS mit Straßenzulassung soll nur 2000-mal gebaut werden Foto: Porsche

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