Mercedes-AMG GT Black Series: Noch extremer

15 Jul
Mercedes-AMG GT Black Series. Foto: ampnet/Daimler Jedes der fünf Modelle der Mercedes-AMG Black Series war bereits ein Vorbild in Sachen extremer Leistung, exquisiter Technologie und extravaganten Stil. Doch der neue AMG GT Black Series übertrifft sie alle: Direkt von den AMG GT3-Rennwagen inspiriert, ist er mit einem 730-PS-Motor ausgerüstet - und verfügt über eine Vielzahl von Änderungen, die ihn deutlich von allen anderen AMG GT unterscheiden, einschließlich des wilden GT R.

Schon auf den ersten Blick gehört der AMG GT Black Series nochmals in eine ganz andere Kategorie: Der "Panamericana"-inspirierte Frontgrill ist weitaus größer, breiter und böser als bei den profaneren GT-Modellen, und es wird Kohlefaser im großen Stil verbaut - unter anderem für die Fronthaube, das Dach, die Heckklappe sowie die Front- und Heckschürzen. Die Motorhaube ist mit großen Luftauslässen perforiert.

Das umfangreiche Aero-Paket umfasst einen einstellbaren Frontsplitter und einen einstellbaren Heckflügel. Die aggressiv gezeichnete Karosserie wird akzentuiert durch die ultrabreite Spur und schwarze Leichtmetallräder, die auf Michelin Pilot Cup 2 R MO-Vorderreifen der Dimension 285/35 ZR19 und Hinterreifen der Dimension 335/30 ZR20 aufgezogen sind. Abgerundet wird der auffällige optische Auftritt durch die Farbe "AMG magmabeam".

Die Schau setzt sich im Innenraum mit extremen Sportsitzen, einem Mikrofaser-Lenkrad sowie Mikrofaser-Tür- und Instrumentenverkleidungen fort. Das griffige Material unterstreicht den rennsportlichen Anspruch des AMG GT Black Series.

Die Struktur ist vorne und hinten mit Kohlefaserelementen versteift, um das Handling weiter zu verbessern. Sturz und Stabilisatoren können sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse manuell eingestellt werden - ein typisches Black-Series-Element. Keramikbremsen sowie Bremsbeläge und -scheiben direkt aus dem Motorsport verbessern die Pisteneigenschaften weiter.

Und das ist auch nötig, um die unglaubliche Leistung des AG GT Black Series auf die Straße zu bringen: Der M178-Motor, ein 4,0-Liter-V-8 mit zwei Turboladern, wurde so umfassend modifiziert, dass er seine eigene Kennung (M178 LS2) erhält. Die leichtere, "flache" Kurbelwelle erlaubt eine noch aggressivere Gasannahme, und es wird interessant sein, das Klangbild dieses Motors mit schwächeren Versionen des M178 zu vergleichen: Für den LS2-Motor wurde die Zündfolge geändert.

Die maximale Leistung liegt bei erstaunlichen 730 PS, die von 6700 bis 6900 Umdrehungen pro Minute (U/min) anliegen. Das maximale Drehmoment beträgt 800 Nm und ist auf einem Plateau von 2000 bis 6000 U/min verfügbar. Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgt über eine Sieben-Gang-Doppelkupplungsautomatik. Das Ergebnis: Eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in ganzen 3,2 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von stolzen 325 km/h, die laut AMG "sinnvollerweise nur auf abgesperrten Rennstrecken" erreicht werden sollen.

Der AMG GT Black Series bildet übrigens den Abschluss der Ära Tobias Moers; der AMG-Chef wechselt zu Aston Martin. Ein passenderes Abschiedsgeschenk hätte er AMG nicht machen können. (ampnet/jm)
(motor-traffic.de) Bild: Mercedes-AMG GT Black Series. Foto: ampnet/Daimler

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