Kia legt beim Picanto kräftig nach

4 Jun - Kia
Kia Picanto X-Line, Picanto und Picanto GT-Line (von links). Foto: ampnet/Kia Kia hat zum neuen Modelljahr den City-Flitzer Picanto aufgewertet. Dazu gehören optimierte Motoren, ein automatisiertes Schaltgetriebe, ein Infotainmentsystem mit Acht-Zoll-Touchscreen, die Online-Dienste UVO Connect und neue Assistenzsysteme. Ein aktiver Spurhalteassistent, ein Querverkehrwarner mit Notbremsfunktion und ein Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung sind je nach Ausstattung zu haben. Unter Berücksichtigung der auf 16 Prozent gesenkten Mehrwertsteuer geht der Picanto ab sofort zu Preisen ab 10.479 Euro an den Start.

Bei der Überarbeitung der Optik standen die Top-Versionen GT-Line und X-Line im Fokus, die sich im Auftreten deutlich vom Grundmodell abheben. Die Sportausführung ist nun stärker an die größeren GT-Modelle von Kia angelehnt, während der X-Line insgesamt robuster auftritt als bisher. Bei beiden Designvarianten wurden Front und Heck markant verändert. Bulligere Stoßfänger mit kantigerem Look lassen den Kleinwagen breiter wirken. Hinzu kommt ein neu strukturierter, geschlossener Kühlergrill mit schwarzglänzender Oberfläche. Neu gestaltet wurde bei beiden Ausführungen auch der groß dimensionierte untere Lufteinlass.

Der X-Line erhält durch das charakteristische Unterfahrschutz-Design des Frontstoßfängers SUV-Bezüge. Bei beiden Versionen beinhalten die neuen Heckstoßfänger Auspuffblenden rechts und links sowie schmale, horizontale Nebelschlussleuchten. Die serienmäßigen 16-Zoll-Leichtmetallfelgen der Topversionen zeigen beim GT Line ein neues Design. Zu den weiteren Veränderungen des Modelljahrgangs 2021 gehören eine neue Grafik der Frontscheinwerfer, neu designte 14-Zoll-Leichtmetallfelgen und die neue Metallic-Lackierung Astrograu in der Palette der insgesamt acht Karosseriefarben.

Auch innen finden sich optische Neuerungen. So verfügt der X-Line jetzt über ein dunkleres Interieur und Sitzbezüge mit hellgrauen Seitenwangen in hochwertiger Ledernachbildung sowie über Kontrastnähte und weitere Dekorelemente in Limettengrün. Der GT-Line präsentiert sich wie bisher mit schwarzen Ledersitzen und roten Akzenten. Zwei neue Farbvarianten sollen bis Ende des Jahres dazukommen.

Die Motorenpalette umfasst weiterhin 67 bis 100 PS starke Benziner, die umfassend überarbeitet wurden und die Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM erfüllen, die erst ab Januar 2021 für alle Neufahrzeuge verbindlich wird. Die Topmotorisierung ist der quirlige 1.0 T-GDI mit 100 PS (77 kW), der den Topversionen GT Line und X-Line vorbehalten ist und in 10,3 Sekunden auf Tempo 100 sprintet. Die Höchstgeschwindigkeit des GT-Line beträgt 180 km/h.

Durch ein neues 350-bar-Hochdruckeinspritzsystem arbeitet der 1,0-Liter-Turbobenziner im Modelljahr 2021 effizienter. Bei den beiden Saugbenzinern mit 1,0 und 1,2 Litern Hubraum (67 PS bzw. 84 PS) wurde die bisherige Multipoint-Einspritzung durch ein Dual-Port-Einspritzsystem (Dual-Port Fuel Injection, DPFI) ersetzt, das die Einspritzzeitpunkte optimiert. Darüber hinaus wurden die Abgasrückführung und die Einlassventilsteuerung weiter verbessert. Alle drei Motoren verfügen zudem über ein neues integriertes Thermomanagementsystem (Integrated Thermal Management System, ITMS), das die Brennkammern effektiver kühlt, indem es die Kühlleistung je nach Betriebszustand des Motors variiert.

Der Picanto ist das erste Kia-Modell, das mit dem neuen automatisierten Schaltgetriebe (Automated Manual Transmission, AMT) des Herstellers erhältlich ist. Es basiert auf dem Fünfgang-Schaltgetriebe des Picanto und ist ebenfalls mit einer Einscheiben-Trockenkupplung ausgestattet. Es verfügt aber über Kupplungs- und Getriebeaktuatoren, die elektrische Impulse in mechanische Bewegungen umsetzen, und ermöglicht dadurch die automatische Schaltfunktion. Das Fünf-Stufen-AMT löst die bisherige Vier-Stufen-Wandlerautomatik des Picanto 1.2 ab und reduziert den Kraftstoffverbrauch. Da es auch für den 1,0-Liter-Saugbenziner angeboten wird, ist nun auch die Einstiegsmotorisierung für Automatikfahrer eine Option.

Die neue Instrumenteneinheit ist als hochauflösendes Display umgesetzt. Das gewachsene Infotainmentsystem, das über die Schnittstellen Android Auto und Apple Carplay verfügt, ermöglicht Bluetooth-Mehrfachverbindungen. Dadurch können zwei mobile Geräte gleichzeitig mit dem System kombiniert werden.

Der Touchscreen ist je nach Ausführung und Sonderausstattung mit einem Audio- oder einem Navigationssystem kombiniert. Die Modelle mit Navigation verfügen über die neuen Online-Dienste UVO-Connect mit dem Service Kia-Live und der UVO-App. Kia-Live bietet dem Fahrer unter anderem Verkehrsinformationen in Echtzeit, Wettervorhersagen, die Suche nach "Points of Interest", aktuelle Kraftstoffpreise sowie die Anzeige nahegelegener Parkmöglichkeiten inklusive Angaben zu Preisen und verfügbaren Plätzen. Mit der UVO-App, die auf kompatiblen Android- und Apple-Smartphones kostenfrei installiert werden kann lassen sich zum Beispiel geplante Routen an das Navigationssystem des Picanto schicken.

Erhältlich sind je nach Ausführung und Sonderausstattung ein Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, ein aktiver Spurhalteassistent mit korrigierendem Lenkeingriff, ein Spurwechselassistent mit Totwinkelwarner, ein Querverkehrwarner hinten - bei Modellen mit automatisiertem Schaltgetriebe inklusive Notbremsfunktion - und ein Müdigkeitswarner.

Serienmäßig verfügt jeder Picanto über ein erweitertes Stabilitätsprogramm inklusive Gegenlenkunterstützung, Kurvenbremskontrolle und Bremsstabilisierung im Geradeauslauf sowie über eine Berganfahrhilfe und ein aktives Bremslicht. Front- und Seitenairbags vorn sowie durchgehende Vorhangairbags sind Standard, ein Knieairbag für den Fahrer ist ab Ausführung Spirit Serie. Isofix-Halterungen an den äußeren Rücksitzen gehören ebenfalls zur Basisausstattung.

Der Kia Picanto wird in den sechs Ausstattungslinien Attract, Edition 7, Dream-Team Edition, Spirit, GT Line und X-Line angeboten, die größtenteils aufeinander aufbauen. Die Basisversion beinhaltet neben den bereits genannten Standards unter anderem Dämmerungssensor, Bordcomputer, Außentemperaturanzeige, Zentralverriegelung und neigungsverstellbare Kopfstützen vorn sowie Stoßfänger, Außenspiegel und Türgriffe in Wagenfarbe. (ampnet/deg) (motor-traffic.de) Bild: Kia Picanto X-Line, Picanto und Picanto GT-Line (von links). Foto: ampnet/Kia

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